Dabei begann es so gut: Nach beidseits zerfahrenem Start mit vielen Fehlern ging Solothurn 4:1 in Führung. Der Vorsprung wurde dann aber innert wenigen Minuten verspielt, indem nach überhasteten Würfen schnelle Konter zugelassen wurden.

Fünf «vernichtende» Minuten

In der Folge konnte sich keine Equipe absetzen. Während einer halben Stunde legte Zofingen jeweils vor und Solothurn glich aus. Dabei waren die Aargauer nicht wirklich die bessere Equipe. Solothurn hielt absolut mit– bis auf einen fünfminütigen Durchhänger, als aus einem 25:25 ein 26:30 wurde und Zofingen den Match entschied.

Wie kann so etwas passieren? «Die Kondition liess nach und dann fehlte es an der Konzentration», erklärt TVS-Trainer Matthias Heger. Er habe in solchen Situationen zu wenig Varianten. Irgendwann geht den Leistungsträgern die Luft aus. Spielerisch halten wir locker mit. Es fehlt wirklich nicht viel, und das ist es, was mich am meisten ärgert», zog Heger ein Fazit.

«Diese Mannschaft hätte eigentlich alles, um im Mittelfeld zu spielen, wenn nicht so viele Verletzungen passiert wären, und wenn es keine mentalen und konditionellen Defizite gäbe.»

Heger bleibt auch in der 1. Liga

Nun ist aber der Abstieg in die 1. Liga besiegelt. An ein Handballwunder glaubt Heger nicht mehr. Er werde den TVS trotzdem auch nächste Saison trainieren. «Das war für mich von Anfang an eine Bedingung, als ich mitten in der Saison hier unterschrieb. Der Verein und die Spieler haben ein grosses Potenzial und die Verbindung zum BSV Bern klappt auch.» Deshalb glaubt Heger, mit dem TVS etwas für die Zukunft aufbauen zu können.

Die Spieler können nun ihre Verletzungen in Ruhe auskurieren. So wird sich Goalie Tatarinoff jetzt an der Schulter operieren lassen. Es werde wie immer bei einem Abstieg den einen oder anderen Abgang geben, aber Heger ist überzeugt, dass das Gerüst des Teams bleibt. «Mein Ziel ist klar, nächste Saison an der 1.-Liga-Spitze mitzuspielen. Ich will dieses Team so weit bringen, dass das Gedankengut Richtung Leistung geht und jeder wie ein Leistungssportler trainiert.»