Volleyball
Der TV Schönenwerd scheidet im Cup-Viertelfinal gegen Näfels aus

Der TV Schönenwerd fand bei der 0:3-Niederlage kein Mittel gegen das äusserst starke Angriffsspiel der Glarner. Der TVS hielt zwar phasenweise mit, doch Näfels konnte jederzeit einen Gang höher schalten.

Raphael Wermelinger
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Die Schönenwerder streckten sich gestern vergebens: Sie unterlagen Näfels im Cup 0:3. hr. aeschbacher

Die Schönenwerder streckten sich gestern vergebens: Sie unterlagen Näfels im Cup 0:3. hr. aeschbacher

HR. Aeschbacher

Näfels ist im Moment in bestechender Form. Die Glarner haben neun ihrer letzten zehn Meisterschaftsspiele mit 3:0 gewonnen – dazu eine 2:3-Niederlage in Lugano – und sind in der Tabelle auf dem zweiten Platz klassiert.

Im Viertelfinal des Schweizer Cups zog der TV Schönenwerd gegen das von seinem Ex-Passeur Denis Milanez orchestrierte Team ebenfalls klar den Kürzeren. Der TVS hatte dem variantenreichen Angriffsspiel der Glarner nichts entgegenzusetzen.

Gross gewachsene «Topskorer» bei den Gästen

Nicht nur die beiden amerikanischen Zwei-Meter-Hünen Bittner (15) und Alexander (10) punkteten fleissig, auch gegen den Slowenen Pulko (11) und das Jungtalent Beeler (10) fanden die Schönenwerder nie ein Mittel.

Timeout zeigt keine Wirkung

Im ersten Satz vermochten die Gastgeber bis zum 10:13 noch einigermassen mitzuhalten, schenkten den Glarnern dann aber zwei wichtige Punkte: Ein ins Seitenaus spedierter Angriff von Eichenberger und ein Annahmefehler von Libero Hagenbuch. Und Näfels erhöhte nach dem von TVS-Coach Dervisaj einberufenen Timeout durch Bittner sogar auf 16:10.

Die Gäste verwerteten ihre Sideouts in der Folge souverän und erspielten sich mit vier Punkten in Serie gleich neun Satzbälle. Drei wehrten die Schönenwerder ab, dann skorte Beeler mit einem Aussenangriff zum 25:18.

Näfels beim Service eine Wand

Captain Jan Schnider hielt sein Team im zweiten Durchgang mit einem Service-Winner zum 2:1 und einem Block zum 6:6 vorerst im Spiel, und nach einem Fehler der Glarner lag der TVS sogar kurz vorne (9:8). Doch die Gäste drehten den Spielstand mit Beeler am Service gleich wieder (10:13).

Unmittelbar vor dem zweiten Technischen Timeout verbuchte Bittner einen weiteren Punkt bei eigenem Aufschlag zum 16:12 für sein Team. Schliesslich war es Topskorer Pulko, der den zweiten Satz definitiv entschied – mit einem erfolgreichen Angriff und zwei Service-Winnern. Auch der letzte Punkt zum 19:25 war ein Service-Hammer, diesmal geschlagen von Alexander.

Cup-Hoffnungen endgültig gestorben

Nach der zehnminütigen Pause erstickte Näfels gleich zu Beginn des dritten Satzes auch noch die letzten Cup-Hoffnungen der Gastgeber im Keim. Pulko sorgte mit einer starken Aufschlag-Serie für eine schnelle 4:0-Führung. Der inzwischen eingewechselte Brander verkürzte für den TVS zwischenzeitlich auf 6:9, doch Näfels hatte die passende Antwort und zog wiederum mit Pulko am Service weiter davon (7:13).

Mit dem Sieg in Sichtweite unterliefen aber plötzlich auch den Glarnern vereinzelt Fehler und nach einem Ass vom eingewechselten Passeur Jachowicz kam der TVS tatsächlich noch einmal heran (18:20). Doch Näfels konnte jederzeit einen Gang höher schalten. Beeler mit einem Punkt sowie Bittner und Topskorer Pulko mit je zwei Punkten besiegelten das souveräne Weiterkommen des Liga-Zweiten.

Mit Lugano, das in Lausanne mit 3:0 gewann, und Amriswil - 3:1 gegen Züri Unterland - setzten sich in den übrigen Viertelfinals ebenfalls die Favoriten durch. Im Duell der beiden noch verbliebenen NLB-Teams gewann Jona gegen Luzern klar in drei Sätzen.