Nachdem Carrels Team den ersten Satz mit 25:19 für sich entschieden hatte, schonte er die besten Spieler für den heutigen Cup-Halbfinal gegen Amriswil. Vor allem die Auswechslungen von Stammpasseur Julien Carrel und Liga-Topscorer Jirayu Raksakaew, der im ersten Satz sieben Punkte markierte, führten zu einem deutlichen Bruch im Spiel der Waadtländer.

Keine Probleme gegen B-Sechs

Ab dem zweiten Satz dominierten die Schönenwerder die B-Sechs der Gäste. Passeur Reto Giger sorgte mit einer spektakulären Service-Serie – zwei Winner und ein Ass – schon früh für einen beruhigenden 12:7-Vorsprung. LUC leistete sich im zweiten Durchgang insgesamt zehn Fehler, was Schönenwerd den Satzausgleich noch etwas erleichterte. Im dritten Satz erhöhten die Niederämter den Druck am Service und Lausannes Annahme wackelte immer mehr: Zwei Asse von Richards (4:1), ein Service-Winner von Gerber (7:2) und ein weiterer von Schnider zum 10:5. Im Gegensatz zu LUC trumpften beim TVS auch die Auswechselspieler auf. Simon Hofstede erhöhte mit zwei Punkten in Serie – einem Abstauber und einem Block – auf 15:9. Und auch auf Topscorer Schnider war Verlass, wenn es ihn brauchte. Ganz stark war sein erfolgreicher Angriff aus praktisch unmöglichem Winkel zum 16:10. Am meisten Punkte zum ungefährdeten 25:19-Satzgewinn steuerte aber der Australier Jordan Richards bei.

Folgt nun die Cup-Final-Quali?
 
Lausanne fand auch im vierten Satz nicht mehr zurück ins Spiel. Die Waadtländer scheiterten jetzt immer wieder am gut stehenden TVS-Block. Nach einem Ass von Leandro Gerber, mit insgesamt 19 Punkten gestern Schönenwerds bester Scorer im ganzen Spiel, ging das Heimteam mit einer 8:3-Führung ins erste technische Timeout. Dieser Vorsprung hatte bis zur zweiten Auszeit Bestand, worauf auch TVS-Coach Bujar Dervisaj allen Ersatzspielern ein wenig Einsatzzeit gewährte. Gerber vollendete schliesslich für sein Team mit einem Aussenangriff zum 25:18. Mit dem 3:1-Erfolg krönten die Schönenwerder eine tolle Rückrunde, in der sie acht Siege landeten. Einzig Näfels mussten sie die Niederämter in der zweiten Hälfte der Vorrunde geschlagen geben. Die Qualifikation beendet der TVS auf dem guten vierten Platz. Heute können die Schönenwerder zudem den Vorstoss in den Cup-Final realisieren. Der Halbfinal-Gegner Jona bekundete gestern gegen das Liga-Schlusslicht Züri Unterland viel Mühe und setzte sich erst im Tiebreak durch.
 
Zu seinem zweiten Einsatz im Dress der Schönenwerder wird heute Viktors Korzenevics kommen. Gegen Lausanne spielte der über zwei Meter grosse Lette, dessen Verpflichtung erst am Donnerstag bekanntgegeben wurde, über die volle Distanz. Im ersten Satz noch eher ein Fremdkörper kam der Mittelblocker in der Folge immer besser ins Spiel. Je drei Punkte in den Sätzen zwei und drei sowie zwei Punkte im vierten Durchgang gingen beim 3:1-Sieg auf Korzenevics’ Konto. Die Abstimmung mit Passeur Giger klappte zwischendurch schon recht gut, und bei drei erfolgreichen Blocks sowie seinen druckvollen Aufschlägen liess Korzenevics seine Klasse ebenfalls aufblitzen. Am Letten wird der TVS in den Playoffs, die für das Team von Coach Bujar Dervisaj am 19. Februar mit dem Gastspiel bei Schweizer Meister Lugano beginnen, noch viel Freude haben.  

Matchtelegramm

Schönenwerd – Lausanne 3:1
Erlimatthalle. – 210 Zuschauer. – SR: Grieder. – Satzresultate: 19:25 (20’), 25:17 (18’), 25:19 (18’), 25:18 (21’).
Schönenwerd: Giger, Korzenevics, Richards, Gerber, Hänggi, Schnider, Heimgartner (L); Eichenberger, Hofstede, Eichhorn, Lier, L. Dervisaj.
Lausanne: J. Carrel, Vadeleux, Zeller, Altanov, Djokic, Raksakaew, Daniel (L); Guznam, Ptaschinski, Jordan, L. Carrell, Chandon.