Streethockey
Der Traum vom Play-Off-Final ist für Grenchen-Limpachtal geplatzt

Grenchen-Limpachtal verliert Playoff-Halbfinal gegen Belp nach Kaltstart. Für die Solothurner war gegen den Qualizweiten Belp das Erzwingen einer «Belle» um den Final-Einzug möglich.

Pius Rüegger
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Grenchens Jenni Tristan, scheitert an Belps Torhueter Hofmann Sven
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Aus und vorbei...
Grosser Jubel bei Belp.
"Yes wir könnten es" reicht halt nicht.
Grenchens Coach Feuz Daniel ahnt Ungutes.
Mehr Krampf als Spiel.
Ab auf den Ball.
Streethockey, Herren, NLA, Play-off, Grenchen-Limpachtal, SHC Belp
Hingefallen.

Grenchens Jenni Tristan, scheitert an Belps Torhueter Hofmann Sven

Hans Ulrich Mülchi

Trotz 4:7-Niederlage im ersten Vergleich waren die Chancen vorhanden. «Wir waren im ersten Spiel zu passiv und zu ängstlich, wir wollten in erster Linie eine Niederlage vermeiden», erklärte Trainer Daniel Feuz. Seine Massnahme, «aktiver zu spielen und ein Quentchen Risiko zu nehmen», trug Früchte mit dem 1:0 durch Lüthi (2.).

Individuelle Fehler des solothurnisch-bernischen Teams hatten jedoch im Startdrittel einen Viertore-Rückstand zur Folge. «Dieses 1:5 war für uns eine Riesenbürde», sagte Feuz. Dagegen begannen sich die Einheimischen zu stemmen. Henzi (28.) und Rindlisbacher (30.) verkürzten auf 3:5. Nach dem 3:6 39 Sekunden später nahm Feuz sein Timeout. «Wir stellten auf zwei Linien um, um mit Powerhockey den nötigen Schub zu erhalten», änderte der 43-Jährige die Taktik. Lüthi, Aegerter (32.), Sterchi (40.) und Aebi sowie Rindlisbacher, Henzi, Röthlisberger und Jenni führten ihr Team bis zur Drittelspause auf 5:6 heran.

Zu Beginn des Schlussabschnitts erhöhten die Gastgeber nochmals Druck und Aggressivität. Nach intensivem Bandenkampf gelang Rindlisbacher der viel bejubelte Ausgleich (43.). Im folgenden Schlagabtausch musste der Platzklub erst in der Schlussphase die Segel streichen. «In den letzten fünf Minuten liefen wir am Anschlag, unsere letzten Reserven waren verbraucht», sagte Feuz. Ein Shorthander zum 7:9 (56.) und ein Empty-netter bei einem Wechsel-Missverständnis Torhüter/Feldspieler (59.16) beendeten die letzten Hoffnungen.

«Es war eine schwierige Saison, in der wir unsere Überlegenheit nie aufs Feld brachten. Vor allem gegen die schwächeren Gegner haben wir nie das gespielt, was wir können», so das Fazit von Feuz, der als NLA-Trainer mit Co-Trainer Christoph Jeannerat aufhört. Die individuelle Stärke der Spieler sei nie zum Tragen gekommen. «Wir gerieten in eine Abwärtsspirale, weil wir die Energie aus den guten Spielen nie mitnehmen konnten», erkannte Feuz. Das Ziel, einen Titel zu holen – Meisterschaft oder Titelverteidigung im Cup – wurde verfehlt. «Ich will nicht nach Ausreden suchen, denn wir haben zwölf Spieler, die das Niveau haben, auch wenn zuletzt nicht alle fit waren», befand der in Kerzers wohnhafte Bieler.
«Den Wechsel aufs grössere Feld mit fünf Spielern machen wir nicht mit, wir übernehmen die B-Junioren», beschied der Bereichsleiter SBB Energie. Ein Nachfolger ist noch nicht in Sicht. Die Mannschaft dürfte jedoch grösstenteils zusammen bleiben.