Trotz allen Regens war die Aarauer Bahn in tadellosem -Zustand. Das hatte zur Folge, dass der Mai-Preis der Traber (2525 m, Fr. 12 000.–) sehr schnell unter die Hufe genommen wurde. José Davet sorgte mit Rêve de Coeur sofort für eine gehörige Pace, was Napoléon de Bussy, dem einzigen Pferd aus dem hinteren Band, nicht eben entgegen kam. Opéra House, der spätere Sieger, startete ebenfalls gut und wurde von seiner Fahrerin Patricia Felber auf zweiter Spur platziert. Bei der zweiten Tribünenpassage attackierte die Waadtländerin und sicherte sich den Rücken von Rêve de Coeur. Putting setzte sich im Bogen an die Aussenseite von Opéra House.

Auf der letzten Gegenseite legte das führende Trio mehrere Längen Vorsprung zwischen sich und das von Okalatto angeführte Feld. Im Einlauf kam Opéra House frei, und bezwang im Zweikampf Rêve de Coeur leicht um zwei Längen. Putting vermochte nicht mehr einzugreifen und wurde Dritter, gefolgt von Okalatto und Napoléon de Bussy.

Dritter Platz für Gretzenbacherin

Im Aarauer Stuten-Cup (2525 m, Fr. 10 000.--) startete Traviata du Martza in der Hand der Gretzenbacherin Nicole Schneider blitzschnell und behielt die Spitze bis Mitte des Einlaufs. Hinten hatte Ulita da la Vallée, als einzige aus dem hinteren Band gestartet, die erste Runde dazu verwendet, sukzessive den Anschluss ans Feld herzustellen. Vor der Tribüne setzte Marc-André Bovay mit der fünfjährigen Stute der Ecurie de Warens zu einem Zwischenspurt an. Diese ging aussen am Feld vorbei und folgte Traviata du Martza auf zweiter Spur. Im Einlauf hatte Ulita de la Vallée dann leichtes Spiel. Sie gewann leicht, eineinviertel Längen vor der noch von hinten heranfliegenden Royal Fox. Traviata du Martza behauptete den dritten Platz vor Time Fox und Uka des Chaumes.

Saint Leonard Start-Ziel

Das Jagdrennen sah einen sehr leichten Sieg von Saint Leonard unter Jonathan Viard. Der braune Wallach in den Farben von Eugen Kessler und im Training bei Andreas Schärer gab nach einem Jahr Pause eine Rentrée, die sich sehen lassen konnte. Der Neunjährige nahm sofort die Spitze und überliess es dem Rest, sich um die Platzgelder zu streiten. Zwei Längen hinter Saint Leonard galoppierte Pilgrim mit beeindruckendem Finish auf den Ehrenplatz.

Massenkarambolage im Teich

Das Cross Country wurde diesmal zum Chaos: Nur zwei von acht Pferden erreichten das Ziel. Jonathan Viard, der Reiter von Cardiff de Baune, musste mit einer üblen Kopfverletzung ins Spital übergeführt werden. – Im Aufsprung zum Wall stolperte zunächst der etwas eifrige Urve Bruère und wurde reiterlos. Im Teich verlor Cando Diao, an zweiter Stelle liegend, die Beine und zwei der nachfolgenden Pferde – Pipina und Cardiff de Baune – kamen seinetwegen im Domino-Stil zu Fall. Nach kurzer Verwirrung wegen der reiterlosen Pferde folgte das verbliebene Quartett weiter dem Kurs. Nur: Beim Einbiegen in die Gerade wähnte sich der Reiter von Valxoo d’Orthe im Einlauf, ritt durchs Ziel – und damit falsche Bahn: Disqualifikation! Da warens nur noch drei. Bei der letzten Passage des Ortsbürgersprungs rutschte der führende Quel Beau Mec vor dem Aufsprung weg und kam zu Fall. Von den zwei im Rennen verbliebenen Stuten verfügte im Einlauf die von Raphael Lingg stets hinten gerittene Latifa (Stall Altenburg, Trainer Roland Böhi) über deutlich mehr Reserven als Bella Lawena und distanzierte diese um zehn Längen.