Unihockey

Der Topskorer in der Jokerposition: Denny Känzig will mit Wiler-Ersigen in den Final

In Jubelpose: Wilers Topskorer Denny Känzig (r.).

Wiler-Ersigen hat in der Serie gegen Köniz den ersten Matchball für den Finaleinzug. Wilers Topskorer Denny Känzig hofft, nach seiner Fussverletzung wieder vermehrt zum Einsatz zu kommen.

In der Halbfinal Serie zwischen Wiler-Ersigen und Floorball Köniz könnte heute Abend (17 Uhr, Grossmatt Kirchberg) die Entscheidung fallen. Im Spiel fünf kann das Wiler-Ersigen-Team rund um Topskorer Denny Känzig den vierten Sieg holen und somit den Einzug in den Final schaffen. Känzig blickt entsprechend zuversichtlich auf das fünfte Duell: «Ich bin mir sicher, dass die Zeichen gut stehen, dass wir in den Final einziehen werden.»

Zudem wird Känzig aller Voraussicht nach auch von der momentanen Joker-Position wieder in eine Führungsrolle wechseln. Eigentlich ist sich der 22-jährige Solothurner viel Einsatzzeit gewohnt. Doch in den ersten fünf Partien in der Serie gegen Köniz hatte er mit einer Verletzung am Fuss zu kämpfen. Daher beobachtete er das Geschehen vermehrt von der Bank aus.

Auch wenn der Topskorer von Wiler-Ersigen noch nicht viel Einsatzzeit hatte, sieht es für sein Team sehr gut aus. Und dies, trotzdem die Bilanz gegen Köniz in der letzten Zeit alles andere als gut aussieht. In den vier Spielen gegen Köniz vor der aktuellen Halbfinal-Serie musste der elffache Schweizer Meister als Verlierer vom Platz. Darunter war auch die bittere Schlappe im Supercup von anfangs Saison – plus die knappe Final-Niederlage aus dem letzten Jahr.

Von einem Angstgegner möchte Känzig trotzdem nicht sprechen: «Köniz war im Supercup einfach stärker. In dieser Saison hätten die Spiele jedoch auf beide Seiten kippen können.» Köniz sei für sie sicher ein schwerer und harter Gegner. «In den letzten Spielen fehlte uns vor allem die Effizienz. Wir wussten: Wenn wir diese verbessern, werden die Spiele wieder auf unsere Seite kippen.» Nun sieht es also effektiv danach aus, als könnten sich die Solothurner revanchieren. «Die Niederlagen sind bei uns sicherlich noch ein Thema und daher ist auch der Drang zur Revanche vorhanden.»

Schon mit 5 Jahren dabei

Der 22-jähriger Solothurner hat bei Wiler-Ersigen schon viel erlebt. Bereits seit seinem fünften Lebensjahr läuft er in Grün-weiss auf. Unihockey ist seine grosse Leidenschaft. Besonders das Teamleben hat es Känzig angetan. «Ich bin ein Teamplayer und gebe immer alles für mein Team.» Auch neben dem Platz verkehrt er gerne mit seinen Mannschaftskameraden. Auf dem Platz versucht er, mit seinen Stärken dem Team zum Sieg zu verhelfen. Er sagt über sich: «Ich bin ein schneller und flinker Spieler mit einem guten Abschluss.» Dazu verfügt Känzig über eine ausgezeichnete Technik und eine gute Übersicht.

Solch gute Eigenschaften bleiben natürlich nicht unbemerkt. Denny Känzig hat die ersten Einsätze in der Schweizer Nationalmannschaft hinter sich. Die Weltmeisterschaft in zwei Jahren hat sich Känzig als Ziel gesetzt. Bereits an der letzten Weltmeisterschaft war er im Schweizer-Kader dabei. Jedoch musste er sich mit wenigen Einsätzen zufriedengeben und das Geschehen mehrheitlich von der Bande aus mitverfolgen. Dies möchte Känzig an der nächsten WM ändern: «Ich möchte gerne auch in der Nationalmannschaft eine wichtige Rolle spielen.»

Vom Unihockey leben, kann der treue Wiler-Spieler nicht. Neben seiner Leidenschaft arbeitet er stolze 80 Prozent. Sehr viel für einen Spieler, der in der höchsten Schweizer Unihockeyliga eine wichtige Rolle spielt. Mit allen Trainings, sowie Spielen gibt dies ein Pensum von weit über 100 Prozent. Eine andere Lösung gibt es für Känzig momentan nicht. Es ist sehr schwierig, in der Schweiz sein Geld mit Unihockey zu verdienen.

Dies ist einzig und allein in den nordischen Ländern möglich. In ebendiesen Ländern hat aber auch der Sport einen viel höheren Stellenwert als in der Schweiz. Deshalb hat sich der Solothurner das grosse Ziel gesetzt, bald einmal im Ausland zu spielen. «Ich würde sehr gerne den Schritt nach Schweden wagen.» Es gab schon Gespräche für sein Vorhaben. Konkrete Angebote hat er jedoch noch nicht bekommen. Trotzdem: Bei seinem Willen und seinem Talent scheint ein Abenteuer in das Mutterland des Unihockeys nicht ausgeschlossen.

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