Tennis
Der TC Solothurn hat den Klassenerhalt fest im Visier

Die Männer steigen guter Dinge und mit neuen Kräften in die NLA-Saison. Der Tennisklub hat auf diese Saison hin vier neue Spieler verpflichtet. Der Italiener Matteo Viola, der Deutsche Simon Greul sowie Martin Vacek (Tsch) und Stefan Kilchhofer (Sz).

Michael Schenk
Merken
Drucken
Teilen
Der neu verpflichtete Italiener Matteo Viola spielt als Solothurner Nummer eins.

Der neu verpflichtete Italiener Matteo Viola spielt als Solothurner Nummer eins.

Nachdem den Männern des TC Solothurn letzte Saison im letzten Spiel gegen Luzern überraschend der Ligaerhalt in der NLA gelungen ist, nennt Präsident und Coach Hugo Derendinger den Klassenerhalt auch heuer als oberstes Ziel. «Wenn alles optimal läuft, liegt sogar der vierte Rang drin.»

Um diesen dürften sich die Ambassadoren vorab mit GC und Genf streiten. Aufsteiger Nyon «müssten wir eigentlich schlagen können», so Derendinger. Währenddem Titelverteidiger Ried Wollerau und Cologny «im Normalfall ausser unserer Reichweite liegen – da dürfen wir uns keine Illusionen machen.» Der vierte Rang würde zur Teilnahme an der Finalrunde berechtigen, die am 10./11. August in Winterthur stattfindet.

Entsprechend doppelt wichtig ist der heutige Start in die Interclub-Woche für Solothurn mit dem Heimspiel gegen Genf und der Auswärtspartie am Nationalfeiertag gegen GC. «Nach diesen Begegnungen werden wir wissen, wie wir hinsichtlich Erreichen des vierten Ranges aufgestellt sind», sagt Coach Derendinger.

Der Truppe, die die Solothurner Farben in der NLA halten – und allenfalls gar in die Finalrunde führen sollen – gehören gegenüber dem Vorjahr vier neue Spieler an. Es sind dies die Nummer 1, der Italiener Matteo Viola, die Nummer 2, der Deutsche Simon Greul sowie Martin Vacek (Tsch) und Stefan Kilchhofer (Sz). Verletzungsbedingt nicht mittun kann der ursprünglich vorgesehene Stéphane Bohli. «Er wäre mit Abstand der beste Schweizer in unserem Team gewesen», hält Derendinger fest. Insofern sei der Ausfall des Genfers, seines Zeichens die Nummer 5 der Schweiz, gewiss ein spürbarer Dämpfer. Schliesslich ist es für Spitzenteams immer wieder eine Herausforderung, die drei Schweizer Plätze in der sechsköpfigen Equipe optimal zu besetzen. Sehr viele Topspieler gibt es nicht in diesem Land.

Nichtsdestotrotz baut der Solothurner Coach auf sein Team und vor allem den Team-Spirit. «Wir haben bei der Verpflichtung der Ausländer darauf geachtet, dass sie Mannschaftsspieler sind.» Viola, der sich 2012 unter anderem fürs Haupt-Tableau an den Australien Open und den Suisse Open in Gstaad qualifizieren konnte, ist derzeit die Nummer 135 der Welt. Greul – einst die Nummer 55 und heute auf Rang 164 im ATP-Ranking – war schon Gegner von Federer oder Djokovic und unter vielem anderem mehrfacher Deutscher- und französischer Mannschaftsmeister.

Das Niveau in der NLA entspreche also durchaus dem Gezeigten, dass man jährlich in Gstaad zu sehen bekomme, macht Derendinger Werbung in eigener Sache. Nebst dem heutigen Heimspiel gegen Genf bestreiten die Solothurner ihre beiden anderen Spiele auf dem eigenen Platz am Herrenweg 58 am Sonntag, 4. August gegen Ried Wollerau und am Dienstag, 6. August gegen Nyon. Bis dahin logiert die multinationale Truppe im Ramada zu Solothurn und kümmert sich da um die Optimierung der physischen und mentalen Kräfte. Auf das sich die Solothurner, trotz zwar leicht erhöhtem aber immer noch kleinem NLA-Budget, im Kreis der helvetischen Tennis Elite-Klubs halten können. Die Chancen dazu stehen gut.