Fussball
Der Tag, an dem der Trainer die Schuhe der Spieler putzt

Zum zehnten Mal in Serie wahrte Solothurn gegen GC U21 seine Ungeschlagenheit. Die Fakten zum Vorstoss vom zweitletzten Platz in die Tabellenspitze: Sieben Siege, drei Unentschieden, 25:7 Tore und 24 Punkte seit dem 0:0 gegen Schötz am 10. September.

Pius Rüegger
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Weil Solothurnzum zehnten Mal in Folge gewann, putzte Trainer Roland Hasler die Schuhe
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So ein Spass: Roland Hasler putzt die Schuhe – die Spieler gröhlen. zvg
FCS-Spieler Renato Steffen düpiert GC-Akteur Bauer. marcel bieri

Weil Solothurnzum zehnten Mal in Folge gewann, putzte Trainer Roland Hasler die Schuhe

Pius Rüegger

«Ich darf es fast nicht sagen, zuletzt legten wir eine vergleichbare Serie mit neun Spielen ohne Niederlage in der Saison 2006/2007 hin, als wir zum letzten Mal die Aufstiegsspiele erreichten und an Gossau scheiterten», erwähnte FCS-Trainer Roland Hasler. Übrigens, die Spieler durften für ihren Effort eine spezielle Prämie einkassieren: Ihr Trainer putzte ihnen die Fussballschuhe.

Alle vier U21 Mannschaften besiegt

Der GC-Nachwuchs - Simijonovic, Bauer, Freuler, Kehl und Coulibaly, absolvierten immerhin 1036 Super League-Minuten - musste sich förmlich deklassieren lassen. «Niemand ausser uns hat es bisher geschafft, alle vier U21-Mannschaften zu schlagen», sagte Hasler stolz. Mit einem dosiert-kontrollierten Beginn und einem frühen Tor wurde das Fundament gelegt. Patrick Hasler trat in der neunten Minute einen Freistoss in die Mitte, Lopes legte den Ball mit dem Kopf zum gestaffelt positionierten Vogt zurück - 1:0.

Dieser Treffer gab Rück-halt und Sicherheit. Die läuferisch wie technisch überdurchschnittlichen Zürcher konnten durch frühes und aggressives Forechecking in ihrer Zone gebunden werden. Den Gästen wurde jede Erfolgversprechende Spielentwicklung verunmöglicht. Sie mussten sich mit Alibidistanz-Schüssen begnügen.

Solothurn mannschaftsdienlich und effizient

Die Einheimischen erwiesen sich als mannschaftsdienlich und effizient. Nach einer Vogt-Patrick Hasler-Kombination bewies dies Steffen mit seinem Flachschuss zum 2:0 (35.). Mit seinem zehnten Saisontor lieferte Vogt eine weitere Bestätigung in der Nachspielzeit der ersten Hälfte, nachdem GC-Schlussmann Merlo vorerst Vogt- und Ismajli-Schüsse abzuwehren hatte.

Trotz dem Wechsel von Sabanovic für Da¬kouri konnten die Besucher ihre Offensivwirkung nach der Pause nicht verbessern. Vielmehr bauten die Ambassadoren ihre Führung nach einer Stunde weiter aus: Hartmann erbte nach einem Versuch von Ismajli auf Zuspiel Steffens. Noch hatten die Solothurner nicht genug. Patrick Hasler leitete in der 82. Minute den Alleingang Steffens zum Schlussstand und Tor des Tages ein. Mit einem Bogenball - vier Meter rechts ausserhalb des Strafraums abgegeben - traf der zweite Doppeltorschütze massgenau ins entferntere hohe Eck. «Super, tadellos, Eiskälte, Effizienz, lebendig, konsequent, wichtig wieder kompakt organisiert und dadurch den Gegner zermürbend», so lobte Hasler.