NLB-Handball
Der Tabellenzweite und der Favorit STV Baden zu Gast bei der Mannschaft des TV Solothurn

Nur drei Tage nach dem enttäuschenden Auftritt beim Tabellenletzten trifft der TV Solothurn diesen Mittwoch auf eine Mannschaft, die sich am anderen Ende der Tabelle befindet. Souverän steht der STV Baden auf dem zweiten Platz und könnte sogar dem Leader RTV Basel noch gefährlich werden.

Gaudenz Oetterli
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Solothurns Marco Melcher (links) im Zweikampf gegen Birsfeldens Benjamin van Gogh (rechts).

Solothurns Marco Melcher (links) im Zweikampf gegen Birsfeldens Benjamin van Gogh (rechts).

Marcel Bieri

Nur einen Rang liegen die beiden Teams aus Baden und Solothurn auseinander. Und wenn der Tabellenzweite auf den Dritten trifft, so darf man dies getrost als Spitzenkampf betiteln. Bei näherer Betrachtung der Tabelle fällt jedoch auf, dass punktemässig zwischen den beiden Mannschaften nach mittlerweile 17 Runden doch schon eine beträchtliche Lücke klafft. Sieben Punkte liegen die Aargauer vor den Solothurnern. Das «Stedtli», wie die Badener auch genannt werden, haben einen Lauf. Die letzte Niederlage musste das Team im November 2017 hinnehmen, gegen Leader Basel. Seither hat der STV acht Siege aneinandergereiht.

Prunkstück der Gäste ist sicherlich der starke Angriff. Nach Ligakrösus Basel erzielen die Aargauer nämlich am zweitmeisten Tore (522) in der Liga. Die vier besten Schützen – Bühler (98 Tore), Zuber (98) Hock (88) und Seitle (79) erzielten zusammen bereits 363 Treffer. Um auf den gleichen Wert zu kommen, benötigt der TV Solothurn seine neun besten Schützen, inklusive Trainer Marco Kurth.

Defensive muss wieder zu alter Stärke finden

Doch der Angriff ist auch nicht das Prunkstück der erfolgreichen Solothurner, sondern die Verteidigung. Einige knappe Spiele in der Vorrunde wurden dank extrem starker Deckungsarbeit gewonnen. Genau die Abwehr zeigte in den letzten Spielen jedoch öfters Schwächen und konnte in der Rückrunde bisher noch nicht an die teils überragenden Leistungen der Hinrunde anknüpfen. Dies ist auch der Grund für die zuletzt ärgerlichen Punktverluste gegen Altdorf und Steffisburg. Denn ohne sattelfeste Abwehr fehlt den Solothurnern meist die Durchschlagskraft im Angriff, um Spiele alleine in der Offensive für sich entscheiden zu können.

Höchste Zeit also, dass sich der TV Solothurn auf seine alten Stärken besinnt. Gerade gegen die starke Offensive von Baden ist eine sichere Abwehr unabdingbar. Bleibt auch zu hoffen, dass die vielen Rekonvaleszenten oder kranken Spieler, die gegen Steffisburg gefehlt haben, am Mittwoch wieder im Kader stehen. Ansonsten dürfte es ein Ding der Unmöglichkeit sein, den Lauf der Aargauer stoppen zu können.