Unihockey

Der SV Wiler-Ersigen will mit dem Meistertitel das Dutzend vollmachen

Die Spieler des SV Wiler-Ersigen wollen morgen das Double feiern.

Die Spieler des SV Wiler-Ersigen wollen morgen das Double feiern.

Dem SV Wiler-Ersigen winkt der Double-Gewinn: Thomas Bergers Team trifft am Sonntag im Superfinal auf Köniz. Für Wiler-Ersigen wäre es bereits der zwölfte Meistertitel der Vereinsgeschichte.

Den Generationenwechsel vollziehen, aber dennoch ein Spitzenteam bleiben. Mit diesem schwierigen Auftrag startete Trainer Thomas Berger vor zwei Jahren seine zweite Amtszeit beim SV Wiler-Ersigen.

Die Jagd nach weiteren Titeln steht beim Rekordmeister in der momentanen Phase nicht im Vordergrund. Berger hat diese Herausforderung mit Bravour gemeistert, dieses Fazit kann bereits vor dem Superfinal vom Sonntag gegen Köniz gezogen werden.

Das Kader des SVWE-Fanionteams wurde in den vergangenen Jahren massiv verjüngt. Nach dem Titelgewinn im Vorjahr verliessen zum Beispiel nicht weniger als 13 Spieler das Team. Dennoch gewann Wiler-Ersigen in dieser Saison mit dem jüngsten Kader der gesamten NLA sowohl die Qualifikation als auch den Schweizer Cup.

Junioren mit Titeln

Trainer Thomas Berger konnte die Jungen perfekt in die Mannschaft integrieren. Dabei profitierte er von der mustergültigen Nachwuchsarbeit im Verein. Die U21-Equipe wurde zuletzt dreimal in Folge Schweizer Meister auf der höchsten Nachwuchsstufe.

Und auch die anderen Juniorenteams (U14, U16 und U18) konnten in den letzten Jahren Titelgewinne feiern. Mit dem Aufbau der eigenen Akademie und dem Anschluss ans regionale Leistungszentrum wurde der SV Wiler-Ersigen die Top-Adresse für motivierte Junioren aus der Schweiz und auch aus dem Ausland.

Eigentlich kann der Schweizer Meister auch dieses Jahr nur Wiler-Ersigen heissen. Supercup, Qualifikationssieg und Cupsieg – Thomas Bergers Team dominierte die Nationalliga A. Auch in den Playoffs hielt sich der SV Wiler-Ersigen bislang schadlos. Im Viertelfinal wurde Uster mit 4:0-Siegen ausgeschaltet und im Halbfinal der HC Rychenberg Winterthur.

Seit Saison 2014/15 gibt es in der NLA aber keine Finalserie mehr. Der Meister wird in einem einzigen Spiel ermittelt, was den Zufallsfaktor deutlich erhöht. Tagesform, kranke Schlüsselspieler oder ungewohntes Abschlusspech können den Spielausgang deutlich beeinflussen.

Fakten zum Final

- Der Meisterpokal wird dieses Jahr definitiv wieder ins Bernbiet gehen. Wie fast immer seit 2003/04. Nur Malans (2006 und 2013) und GC (2015) konnten die Berner Dominanz in der NLA durchbrechen.

- Für den Rekordmeister Wiler-Ersigen wäre es der zwölfte Schweizer-Meister-Titel in der Vereinsgeschichte, wenn er sich am Sonntag durchsetzt. Köniz konnte den Pokal bis jetzt noch nie in die Höhe stemmen.

- Die beiden Finalisten trafen zweimal in einem Endspiel aufeinander. Beide Male in der Saison 2007/08: Wiler-Ersigen gewann damals die Playoff-Finalserie mit 3:1, im Cupfinal setzte sich dagegen Köniz durch.

- Der Superfinal war eigentlich auf heute Samstag angesetzt. Doch weil der EHC Kloten die Liga-Qualifikation gegen Rapperswil-Jona bestreitet, wird der Unihockey-Meister 2018 erst morgen ab 15.30 Uhr ermittelt. (PD, RAW)

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