Nach zwei Spielen innerhalb von 24 Stunden gab es – bedingt durch das Cupfinalwochenende -  einen zehntätigen Unterbruch in der Serie. Dafür folgen nun gleich drei Spiele innerhalb von fünf Tagen. Und somit könnte die Serie theoretisch auch rasch zu Ende gehen, bereits am Sonntagabend ein Halbfinalteilnehmer fest stehen. Die Betonung liegt dabei auf könnte. Da sich die beiden Teams in den ersten beiden Spielen auf Augenhöhe begegneten, ist nicht davon auszugehen, dass nun ein Team durchzieht und gleich dreimal in Folge gewinnen wird. In beiden Lagern dürfte man sich auf eine lange Serie einstellen.

Auf der Suche nach «dreckigen Toren»

Für den SV Wiler-Ersigen ist es nach der Niederlage in Maienfeld wichtig, im Heimspiel wieder ein Zeichen zu setzen. Dem Heimvorteil könnte eine entscheidende Bedeutung zukommen und so gilt es unter allen Umständen ein Break der Malanser zu verhindern. Nach der eher dürftigen Offensivausbeute in Spiel 2 wird man beim Meister bemüht sein, wieder mit mehr Power und Überzeugung in den Abschluss zu gehen.

Die Playoffs sind nicht die Zeit der Schönspieler, es gilt auch die sogenannt «dreckigen Tore» zu suchen, welche den Gegner bekanntlich am meisten schmerzen. Bislang waren es mit Matthias Hofbauer und Tatu Väänänen (je fünf Skorerpunkte) einmal mehr die Routiniers, welche Akzente setzen konnten. Jetzt ist es an der Zeit, dass auch andere Verantwortung übernehmen, verstecken geht nicht mehr. Gefragt sind Mut und Entschlossenheit. Denn schliesslich werden in den Playoffs «Helden» geboren. Noch wartet man im Wiler Lager gespannt auf diesen «Mister X», der die Serie unverhofft entscheiden, oder zumindest in die gewünschte Bahn lenken kann.