SV Wiler Ersigen

Der SV Wiler Ersigen steht kurz vor dem Einzug in den Halbfinal

12:5, 8:6 und 9:4: Bis jetzt konnte in der Viertelfinalserie zwischen dem SV Wiler-Ersigen und dem UHC Uster nur der Titelverteidiger Wiler-Ersigen jubeln.

12:5, 8:6 und 9:4: Bis jetzt konnte in der Viertelfinalserie zwischen dem SV Wiler-Ersigen und dem UHC Uster nur der Titelverteidiger Wiler-Ersigen jubeln.

Gleich mit 12:5 gewann der Qualifikationssieger SV Wiler-Ersigen am vergangenen Mittwoch das erste Spiel der Viertelfinalserie gegen Uster. Nun warteten am Wochenende zwei Auswärtsspiele. Am Samstag verhinderte der SVWE dank eines starken Schlussdrittels und mit etwas Glück eine Niederlage. Wiler gewann nach zeitweiligem 2:5-Rückstand am Ende im Stile eines Playoff-Routiniers gegen die Playoff-Frischlinge mit 8:6.

Mit einer klaren Leistungssteigerung konnte der SVWE die Partie 24 Stunden später souverän mit 9:4 für sich entscheiden. Routiniert und konzentriert suchte das Team von Thomas Berger die Lücken in der gegnerischen Defense und fand sie regelmässig. Jeder Block traf einmal bis zur 3:0-Führung nach 12 Minuten. Goalie Christoph Reich, der diesmal für Nicolas Wolf ran durfte, musste erst in der 11. Minute erstmals eingreifen. Dass Uster im Startabschnitt doch noch traf, lag einmal mehr an den «Special Teams».

Diesmal schlug es bei einer angezeigten Strafe im Tor des SVWE ein, der aktuell in solchen Unterzahlsituationen zu passiv wirkt, und dem Gegner viele Optionen offenlässt. Doch praktisch im Gegenzug stellte Marco Louis mit seinem zweiten Tor den alten Abstand mit dem 4:1 wieder her.

Ab dem Start des zweiten Drittels reduzierte Uster-Trainer Simon Meier bereits auf zwei Linien. Der SVWE spielte unverändert weiter. Aber nicht mehr in der Balance des Startdrittels, sondern schaltete wohl unbewusst bereits in den Verwaltungsmodus. So hatte Uster zu viel Ballbesitz, als es dem Gast recht war. Das Heimteam traf, ärgerlich für den Meister, aus einem Standard heraus. So stand es nur noch 2:4 und alles schien wieder möglich. Doch Topskorer Deny Känzig ermöglichte mit einem seiner zahlreichen Ballgewinne Daniel Johnsson kurz darauf das Tor zum 5:2 (32.). Zwei Minuten später erhöhte Wiler-Ersigen nach einem weiteren schnellen Gegenstoss auf 6:2.

Eiskalt geblieben und Führung gesichert

Für den Schlussabschnitt musste dann auch SVWE-Trainer Thomas Berger erstmals einen Wechsel vornehmen. Für den angeschlagenen Lukas Meister kam Tobias Känzig zu seinem ersten Playoff-Einsatz. An der Spielsituation änderte sich nicht viel. Der SV Wiler-Ersigen musste nicht mehr, Uster konnte nicht mehr. Und als Johnsson mit einem weiteren seiner «Zorro»-Tore auf 7:2 erhöhte (49.), schien die dritte Partie entschieden.

Doch Unihockey ist eben ein Sport, in dem fast zu jedem Zeitpunkt, bei fast jedem Spielstand alles möglich ist. Innerhalb von nur 54 Sekunden glückten Uster zwei Tore, wobei vor allem das 4:7 aus Wilers Sicht völlig unnötig war. Statt die Partie zu beruhigen, wollte Christoph Reich das Spiel mit einem Auswurf schnell machen. Dieser missriet aber komplett und Usters Niko Juhola brauchte nur noch ins leere Tor einzuschieben.

So wurde es halt unverhofft doch nochmals hektisch, weil Uster schon ab der 54. Minute Goalie Tschopp bei jeder Möglichkeit durch einen sechsten Feldspieler ersetzte. Schliesslich war es aber Routinier Matthias Hofbauer, der in Unterzahl einen Penalty herausholt. Tatu Väänänen verwertete eiskalt und sicherte Wiler-Ersigen damit endgültig die 3:0-Führung in der Best-of-7-Serie. Titelverteidiger und Qualifikationssieger Wiler-Ersigen ist somit das einzige Team, welches in den Viertelfinals der NLA noch ungeschlagen ist. Mit einem weiteren Sieg am kommenden Samstag könnte der SVWE die Serie bereits beenden. Das Spiel findet um 19 Uhr im Sportzentrum Zuchwil statt.

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