Unihockey NLA

Der SV Wiler-Ersigen klettert auf Rang 2

Ein Duo, das harmoniert: Philipp Affolter und Deny Känzig.

Dank einer furiosen Startphase und einer frühen 3:0-Führung konnte sich der SV Wiler-Ersigen beim Überraschungsteam und Playoff-Teilnehmer Uster erstaunlich souverän mit 9:3 durchsetzen und zieht dank dem dritten Sieg in Folge in der Tabelle auch an Meister Köniz vorbei auf Rang 2.

Eigentlich weiss man ja, zu was dieser SVWE fähig wäre. Er hat es in dieser Saison auch schon gezeigt, auswärts in St. Gallen, Kloten oder bei Malans oder phasenweise bei den zwei Siegen über GC. Wenn das junge Team ins Rollen kommt, ist es kaum zu bremsen. Doch ein Attribut der Equipe ist eben auch die Unkonstanz, die vor allem vor und nach der Weihnachtspause für negative Überraschungen sorgte.

In Uster war nun wieder einmal ein Tag, wo alles aufging. Von der ersten Minute an überforderte die Berger-Truppe Uster mit aggressivem Pressing, schnellen, präzisen Ballstafetten und auch einer seltenen Entschlossenheit im Abschluss. Nach nur sieben Minuten führten die Gäste bereits mit 3:0, beklagten zudem zwei Schüsse an die Torumrandung (am Ende sollten es sieben sein!) und dominierte Uster nach Belieben. Es dauerte beinahe zehn Minuten bis die Gastgeber sich einmal während einer längeren Phase vor dem gegnerischen Tor festsetzen konnte.

Ohne ein Trio – aber mit mehr Energie

Diese einseitige Startphase kam doch etwas überraschend, hatte sich der SVWE zuletzt doch in Uster stets schwergetan und beklagte auch einige gewichtige Absenzen. Bürki (verletzt) fehlte ebenso wie die beiden Ausländer Lehtinen und Johnsson (beide krank), letzterer wäre eigentlich nach seiner langen Verletzungspause erstmals wieder spielbereit gewesen.

Doch die nötigen Umstellungen wirkten sich nicht negativ aus, im Gegenteil: Endlich scheint jeder im Team begriffen haben, dass es mehr braucht als die Auftritte während der Minikrise. Dies war schon im Training zu spüren und führte nun im Spiel auch zu deutlich mehr Energie.

Und weiter konnten sich zuletzt auch Akteure aufdrängen, die bislang in dieser Saison nicht so grosse Rollen innehatten. So zeigt sich Hollenstein in seiner neuen Rolle als Verteidiger bereits erstaunlich stablil. Oder dann Philipp Affolter, der seit er als Flügel in der Linie um Topskorer Känzig aufläuft, nicht mehr wieder zu erkennen ist und plötzlich regelmässig skort. Allein gestern waren es deren vier Punkte, gleichviel wie der Wiler Topskorer.

Viel Torgefahr

Sowieso dominierte in der Offensive die Formation mit Väänänen, Bischofberger, Mutter, Känzig und eben Affolter. Sie war für alle vier Tore im Startdrittel verantwortlich und bereits nach dem 3:0 hatte jeder des Quintetts mindestens einen Skorerpunkt auf dem Konto. Am Ende hatte diese Linie 6 der neun Tore produziert. Doch auch die Linie um die Routiniers Krähenbühl und Hofbauer mit Youngster Rentsch strahlte viel Torgefahr aus, scheiterte aber gleich fünfmal an der Torumrandung. Immerhin erzielte Krähenbühl dann doch noch zwei Treffer.

Phase der Ungewissheit

Dass die Partie nicht bis am Ende gleich verlief wie die Startphase lag vor allem an der härteren Gangart, die ab Spielmitte Einzug hielt. Und natürlich auch daran, dass es selbst für den SVWE nicht möglich war, das angeschlagene Tempo über die gesamte Spielzeit durchzuziehen. Dazu kam, dass Uster bei seinen drei Treffern zweimal auch noch vom Spielglück (Goaliepatzer und unglücklicher Abpraller) profitierte und beim Stande von 3:6 plötzlich noch so etwas wie Morgenluft witterte.

Moser beendete diese zehnminütige Phase der Ungewissheit aber mit dem siebenten Tor in der 57 Minute. Und am Ende stand es dann souverän 9:3. Das Team belohnte sich für eine souveräne Leistung und konnte dank der Niederlage von Köniz gar auf Rang 2 vorstossen. 

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