Unihockey
Der SV Wiler-Ersigen ist bereit für die grosse Kür

Mit einem souveränen 11:3-Sieg über den Lettischen Aussenseiter Lekrings zieht der SVWE in das Champions-Cup-Halbfinal ein. Die Anspielzeit sowie der Gegner sind derzeit noch offen.

Fabian Sangines
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Der 27-jährige Schwede Henrik Olofsson (r.) will mit Wiler-Ersigen in den Cup-Final einziehen.

Der 27-jährige Schwede Henrik Olofsson (r.) will mit Wiler-Ersigen in den Cup-Final einziehen.

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Trotz der komfortablen Ausgangslage nach dem heroischen 6:5-Sieg am Vortag gegen Titelverteidiger Falun war die Erleichterung bei Wiler-Ersigen greifbar. Schon eine Niederlage mit fünf Toren Unterschied hätte den Bernern für eine Halbfinal-Qualifikation gereicht. Doch auf Rechenspielchen wollte sich der 9-fache Schweizer Meister gar nicht erst einlassen und spielte von Beginn weg munter nach vorne.

Bereits in der 2. Minute brachte Verteidiger Henrik Olofsson den Favoriten aus spitzem Winkel mit 1:0 in Front. Und nach dem überraschenden Ausgleich der Letten war es wiederum der offensiv wie defensiv imperiale Olofsson mit einem Distanzschuss (12.), der die natürlichen Kräfteverhältnisse zurecht rückte.

Blitzstart nach erster Pause

Richtig furios startete Wiler-Ersigen ins zweite Drittel: Mit einem Doppelschlag vom Vortages-Hattrickschützen Patrick Mendelin und Matthias Hofbauer innert 45 Sekunden stellte der amtierende Schweizer Meister die Weichen endgültig in Richtung Halbfinale. Besonders Hofbauers 4:1 in der 22. Minute, eine traumhafte Kombination mit Matthias Fankhauser, war zum mit der Zunge schnalzen.

Überragender Fankhauser

Den Schweizer Schlusspunkt eines überzeugenden Mitteldrittels aus Berner Sicht setzte Fankhauser, der seine starke Leistung und drei Torvorlagen mit einem Treffer zum 7:2 belohnte. Lekrings Resultatkosmetik 90 Sekunden vor Ende des zweiten Abschnitts störte somit niemanden mehr richtig.

Im Gegenteil: Wiler-Ersigen setzte sein munteres Scheibenschiessen unbeirrt fort, sodass Mendelin nach Traumpass von Adrian Zimmermann in der 54. Minute das «Stängeli» komplett machte. Den Schlusspunkt setzte Matthias Hofbauer vier Minuten später. Bemerkenswert war dabei die erneute Vorlage von Fankhauser, der sich mit seinem 5. Scorerpunkt endgültig die Auszeichnung zum Mann des Spiels verdient hätte – dass dennoch Olofsson zum «Best Player» gewählt wurde, dürfte der Topscorer des Nachmittags locker wegstecken.

Steigender Optimismus

Mit diesem lockeren 11:3-Erfolg schoss sich Wiler-Ersigen so richtig warm für das heutige Halbfinale. Ob es zu einem Schweizer Duell mit dem aktuellen NLA-Tabellenführer GC kommt und um welche Zeit der Champions-Cup-Sieger von 2005 stand bei Redaktionsschluss noch nicht fest.

Sicher steht jedoch fest, dass nicht ein weiterer Spaziergang in der Saalsporthalle in Zürich für Wiler-Ersigen zu erwarten sein wird. «Wenn wir aber weiter so spielen wie bisher, liegt der Finaleinzug sicher drin», blickte Fankhauser optimistisch auf die bevorstehende Vorschlussrunde und ergänzte: «Wenn wir schon im Halbfinale stehen, wollen wir jetzt auch den Titel.»