Es gibt sicherlich leichtere Aufgaben, als bei einem der Mitfavoriten auswärts in die Saison zu starten, dann noch mit der Hypothek auf einen ausgeruhten Gegner zu treffen. So schien die Ausgangslage für Wiler-Ersigen zum Meisterschaftsauftakt nicht ideal, zumal es vom vortäglichen Supercup her auch noch die Niederlage gegen Köniz zu verkraften und aufzuarbeiten gab.

Umso erstaunlicher am Ende, dass es der Berger-Truppe gelang ausgerechnet im letzten von sechs Dritteln des Wochenendes noch Kräfte frei zu machen und aus einem 1:3-Rückstand einen 5:3-Sieg zu machen.

Erwähnenswert dabei, dass Wiler zudem noch das Fehlen von gleich vier Akteuren zu verkraften hatte, waren doch neben dem Langzeitverletzen Johnsson und Hollenstein während der Woche auch noch die Titulare Wittwer (Verteidiger im ersten Block) und Claudio Mutter (Center des zweiten Blockes) kurzfristig ausgefallen. So kam der Supercup gerade recht, sich mit den neuformierten Linien quasi für den Meisterschaftsauftakt einzuspielen.

Offensiv-Spiel litt

Dies glückte aus defensiver Hinsicht sehr gut. Gegen die seit Jahren offensiv sehr starken Zürcher gelang es dem SVWE gut die Angriffsbemühungen der Gastgeber um den letztjährigen Liga-Topskorer Joel Rüegger sehr gut einzudämmen. Allerdings litt unter der eher passiven Spielweise auch das Offensiv-Spiel.

Matthias Hofbauer ist und bleibt Wilers Erfolgsgarant.

Matthias Hofbauer ist und bleibt Wilers Erfolgsgarant.

Nach 40 Minuten hatte erst Altmeister Matthias Hofbauer getroffen und das erst noch im Powerplay. GC seinerseits führte dank zwei Treffern von Natistürmer Christoph Meier und einem Shorthander folgerichtig doch mit 3:1. Doch dann kam eben jenes Schlussdrittel, wo mit dem Anschlusstreffer von Alder (47.) die Gäste plötzlich Oberhand bekamen und die Partie innerhalb von 10 Minuten kehrten.

Neben dem unverwüstlichen Matthias Hofbauer (2 Tore/1 Assist) gilt es auch Goalie Christoph Reich aus einer geschlossenen Teamleistung hervorzuheben. Er hat das schwierige Erbe von Nicolas Wolf anzutreten und ist einer der Gewinner des Wochenendes, gab er seinem Team doch in beiden Partien mit seinen Parade die Möglichkeit das Spiel zu gewinnen. Gegen GC packten seine Vorderleute die Chance und sorgen für den geglückten Saisonauftakt.

Köniz war effizienter

Tags zuvor musste der SVWE anlässlich des Supercups bei der dritten Teilnahme erstmals als Verlierer vom Feld. Im Duell mit Floorball Köniz unterlag der die Berger-Truppe trotz zweimaliger Führung mit 3:6. Lehtinen, Rentsch und Affolter erzielten die Tore. Der Meister führte die Differenz dank der besseren Effizienz ab Spielmitte herbei.

Während die Berger-Truppe vorab in der Endphase des Mitteldrittels zahlreiche Chancen ausliess, profitierte Köniz zu Beginn des Schlussabschnitts eiskalt von einem Fehler im Aufbauspiel des SVWE und führte mit dem 4:2 die Vorentscheidung herbei und machte dann in zwei zugesprochenen Powerplays den Sack endgültig zu.