2012 der Aufstieg in die 1. Liga, 2013 der Aufstieg in die NLB, 2014 und 2015 den Klassenerhalt in der zweithöchsten Liga geschafft. Und in der vergangenen Saison die erstmalige Qualifikation für die NLA-Aufstiegsspiele als Krönung der beeindruckenden Erfolgsgeschichte.

Beim SV Olten gings in den letzten Jahren steil bergauf. In der laufenden Saison nahm der Höhenflug aber ein abruptes Ende. Das Team vom Trainergespann Lisa Hackauf und Dominik Richner hatte in der ersten Saisonhälfte keinen Stich gegen die Konkurrenz in der Ostgruppe der NLB und zittert nun um den Ligaerhalt.

Düstere Vorzeichen

Schon die Sommerpause liess für den SV Olten nichts Gutes erahnen. Diverse Spieler verliessen das Team, der Posten des Trainers war lange Zeit vakant und die Saisonvorbereitung konnte erst mit viel Verspätung in Angriff genommen werden. Sogar ein Rückzug der NLB-Equipe stand im Raum. So weit kam es dann doch nicht. Die suboptimale Vorbereitung schlug sich zum Saisonstart aber sofort auf die Resultate nieder. Die ersten fünf Meisterschaftsspiele verloren die Oltner sang- und klanglos mit 0:3.

In den letzten beiden Vorrundenspielen reichte es immerhin jeweils für einen Satzgewinn, trotzdem stand der SVO zur Halbzeit der Qualifikation weiterhin ohne Punkte da. Erst der Exploit zum Rückrundenauftakt Ende November gegen Laufenburg-Kaisten bescherte den Oltnern endlich den ersten Dreier der Saison. Wirklich Auftrieb erhielt der SVO dadurch aber nicht. Von den restlichen sechs Qualifikationsspielen konnten die Oltner nur noch eines für sich entscheiden. Mit mageren sechs Punkten auf dem Konto beendete der SV Olten die Qualifikation in der NLB-Ostgruppe auf dem letzten Platz.

In der Abstiegsrunde treffen sich nun die jeweils schwächsten vier Klubs der Ost- und Westgruppe. Olten spielt nur noch gegen die vier Vertreter aus der Westgruppe. Das heisst, es warten je zwei Spiele gegen Servette Star-Onex, Laufen, Münchenbuchsee und Oberdiessbach. Zwei Klubs steigen am Ende direkt in die 1. Liga ab, der Fünfte und der Sechste der Abstiegsrunde kämpfen anschliessend gegen zwei Teams aus der 1. Liga um die zwei letzten freien Plätze in der NLB. Für den SV Olten beginnt die Abstiegspoule am nächsten Wochenende mit dem Auswärtsspiel in Laufen.

«Schöni» spielt um NLB-Titel

Bereits morgen Sonntag gehts für die zweite Mannschaft von Volley Schönenwerd weiter. Die «Schöni»-Reserven beendeten die Qualifikation in der Ostgruppe auf dem dritten Platz und stehen zum vierten Mal in Folge in den Aufstiegsspielen für die NLA. Die Mannschaft von Trainer Marco Fölmli gewann in der Quali neun ihrer vierzehn Partien. Die zwei Derbys gegen den SV Olten waren eine klare Angelegenheit: In der Vorrunde siegten die Schönenwerder in Olten mit 3:0, daheim gönnten sie den Dreitannenstädtern immerhin einen Satzgewinn.

Schönenwerds Konkurrenten in der NLB-Finalrunde heissen Colombier, Uni Bern, Lutry-Lavaux und Lausanne II. Weil das Fanionteam der Niederämter bereits in der Nationalliga A etabliert ist, geht es für die zweite Mannschaft natürlich nicht um den Aufstieg. Aber immerhin steht der NLB-Meistertitel auf dem Spiel, den sich die Schönenwerder Reserven bereits einmal, nämlich in der vorletzten Saison, sichern konnten. Schönenwerds «Zwöi» muss zum Auftakt der Finalrunde gleich dreimal in Folge auswärts ran, das erste Heimspiel findet in drei Wochen gegen Lutry-Lavaux statt.