2.Liga
Der Start spricht für den FC Subingen, die Statistik nicht

Die Wasserämter wollen so schnell wie möglich zurück in die 2. Liga inter. Der Anfang ist gemacht.

Raphael Wermelinger
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Subingens Torgaranten in den bisherigen sechs Spielen: Kevin Künzler (5 Tore) und Aaron Sperisen (3 Tore).

Subingens Torgaranten in den bisherigen sechs Spielen: Kevin Künzler (5 Tore) und Aaron Sperisen (3 Tore).

Hans Peter Schläfli

Subingen ist eine Lift-Mannschaft. Seit der Saison 2001/02 stiegen die Wasserämter viermal in die 2. Liga inter auf. Und ebenso oft wieder in die 2. Liga ab, zuletzt am Ende der vergangenen Spielzeit. Die Statistik besagt, dass der FC Subingen in der aktuellen Saison nicht aufsteigen kann. Nach den Abstiegen 2006, 2009 und 2013 klappte es nämlich jeweils erst in der zweiten Saison mit der Rückkehr in die 2. Liga inter.

Trainer Dominik Ellenberger gibt indes nicht viel auf diese Statistiken. Der direkte Wiederaufstieg sei auch kein Muss: «Wir haben uns einen Platz unter den besten Vier als Saisonziel gesetzt. Subingen gehört wieder in die 2. Liga inter und wir werden alles daransetzen, dies zu schaffen. Doch diese Saison ist sicher der FC Grenchen der ganz grosse Aufstiegsfavorit.» Subingen hat nach sechs Spielen 16 Punkte auf dem Konto und führt die Zweitliga-Tabelle vor Grenchen mit 14 Punkten an. Die Teams dahinter, vor allem Klubs wie Fulenbach und Iliria seien dadurch zwar bereits etwas unter Druck, abschreiben dürfe man die Konkurrenz aber nicht, sagt Ellenberger: «Da wird noch einiges gehen. Die Liga ist so ausgeglichen und es ist ja erst etwas mehr als die Hälfte der Vorrunde gespielt.»

Die Neulinge reüssieren

Für einen Absteiger bestehe stets die Gefahr, dass er zu Beginn einer neuen Saison nicht punktet und dadurch gleich in die nächste Krise schlittert. Deshalb zeigte sich Ellenberger mehr als glücklich über den Saisonstart mit fünf Siegen und einem Unentschieden: «Die Leistung und die Punkteausbeute stimmen. Wir konnten zwar noch nie über neunzig Minuten einen Top-Match abliefern, aber mit der Einstellung, dem Willen und dem Einsatz meiner Spieler bin ich sehr zufrieden.»

Eingeschlagen hat beim FC Subingen der 22-jährige Kevin Künzler. Dieser kam im Sommer vom SC Burgdorf aus der Berner 3. Liga zu den Wasserämtern und erzielte bereits fünf Tore für seinen neuen Klub. Der Kontakt kam zufällig zustande, Künzler absolvierte im letzten Jahr ein Praktikum in Ellenbergers Firma. «Er hat bereits in der Rückrunde kurz bei uns mittrainiert. Wir wollten aber eine saubere Sache und er machte deshalb die Saison bei Burgdorf fertig.»

Ellenberger beschreibt Subingens neuen Goalgetter als jungen, wilden Spieler, der sich schnell integriert habe und viel erreichen wolle. Am letzten Wochenende avancierte gegen Mümliswil ein weiterer Neuling zum Matchwinner. Das Subinger Eigengewächs Patrick Dubach (Jahrgang 2000) sorgte in der 88. Minute für den 2:1-Schlussstand. «Das ist natürlich eine schöne Sache, dass bei uns so viele gute Junioren nachrücken», freut sich Dominik Ellenberger.

Keine einfachen Gegner

Heute empfängt der Leader Subingen den Aufsteiger FC Oensingen, welcher mit vier Punkten auf dem vorletzten Platz klassiert ist. «Das wird ein schwieriges Spiel. Auch für diese drei Punkte müssen wir hundert Prozent geben», so Ellenberger. Oensingen verfüge über eine spielstarke Mannschaft mit guten Individualisten. «Sie haben zum Start Bellach geschlagen, das macht man nicht einfach so. Danach haben sie allerdings etwas abgebaut», sagt Ellenberger, der noch einmal unterstreicht: «In dieser Liga gibt es keine einfachen Gegner.»

Auch wenn Subingen alsbald wieder den Lift nach oben besteigen wolle, kann der 33-Jährige auch der 2. Liga viel Positives abgewinnen. Die starken Konkurrenten wie Grenchen, Fulenbach, Bellach oder auch Mitabsteiger Iliria und die Derbys vor vielen Zuschauern machen in seinen Augen die Solothurner 2. Liga momentan attraktiv. Trotzdem stellt Dominik Ellenberger klar: «Ich bin Trainer, um Herausforderungen anzunehmen. Und die 2. Liga inter ist halt einfach die grössere Herausforderung. Deshalb ist es schon unser Ziel, dass der FC Subingen dort so schnell wie möglich wieder Fuss fassen kann.»