Fussball 1. Liga

«Der Spott ist absolut gerechtfertigt»

Grenchen-Trainer Hanspeter Kilchenmann ist überzeugt, «dass mein Team noch lebt». Foto: Hanspeter Schläfli

Grenchen-Trainer Hanspeter Kilchenmann ist überzeugt, «dass mein Team noch lebt». Foto: Hanspeter Schläfli

Eine Bilanz der Solothurner Erstliga-Teams nach der ersten Saisonhälfte. Für alle Klubs gilt, dass sie mit dem Abstieg wohl nichts zu tun haben werden. Alle haben aber noch Luft nach oben.

Der Schnee hat den FC Grenchen am letzten Samstag noch der letzten Chance beraubt, um der Hinrunde noch ein positives Ergebnis beizufügen. Für die Uhrenstädter verlief die erste Saisonhälfte mit Platz 14 katastrophal. Einzig positiver Aspekt sind die fünf Punkte Vorsprung auf die Abstiegsplätze. Der FC Solothurn hingegen vermochte vor allem in der zweiten Hälfte der Hinrunde zu überzeugen. Er überwintert an achter Stelle, wobei ihn nur zwei Punkte von Platz vier trennen. Wangen bei Olten konnte das letzte Spiel in diesem Jahr positiv gestalten und gewann in Bümpliz 2:0. Für die Solothurner Klubs gilt, dass sie mit dem Abstieg wohl nichts zu tun haben werden. Sie haben aber alle noch Luft nach oben. Dies denken auch die drei Trainer Hasler, Kilchenmann und Pekas.

FC Solothurn (Platz 8)

Tiefpunkt: Die 2:6-Niederlage gegen Zofingen war gleichbedeutend mit der fünften sieglosen Partie im fünften Saisonspiel. Gegen den Ligadritten bezahlte die neu formierte Mannschaft Lehrgeld und lag bereits zur Pause mit 1:4 zurück.

Höhepunkt: Der 2:1-Sieg gegen GC im sechsten Spiel war für die Solothurner der Befreiungsschlag. Danach startete die Ambassadoren-Elf eine beeindruckende Siegesserie bis zum 6:0-Triumph über Laufen.

Fazit: Nach dem Fehlstart gelang dem FCS eine beachtliche Wende und die Mannschaft stürmte auf den achten Platz. Die Zielvorgabe obere Tabellenhälfte konnte damit erreicht werden. «Wir hatten einen ganz schlechten Start, blieben aber immer ruhig und die 16 neuen Spieler haben meine Philosophie mittlerweile verinnerlicht», sagt Trainer Roland Hasler. Hauptverantwortlich für den Höhenflug ist neben dem starken Kollektiv Ligatopskorer Paulo Vogt. Er hat mit seinen 15 Toren beinahe die Hälfte aller FCS-Treffer erzielt.

FC Grenchen (14.)

Tiefpunkt: Mit den zwei Niederlagen gegen Schlusslicht Laufen verschenkten die Grenchner sechs wertvolle Punkte. Es waren die einzigen Zähler, welche die Baselbieter bisher überhaupt holten.

Höhepunkt: Neben dem Erreichen der Cup-Sechzehntelfinals war der 4:1-Sieg gegen Zofingen das Grenchner Highlight der Hinrunde. Dank Effizienz im Abschluss und dem starken Torhüter Fleuti gelang der Triumph. «In Zofingen», sagt Coach Hanspeter Kilchenmann, «hat man gesehen, dass das Team noch lebt».

Fazit: Die Hinrunde verlief für den FCG mit dem drittletzten Platz enttäuschend. Die Uhrenstädter haben zusammen mit Laufen am wenigsten Tore erzielt und noch kein Heimspiel gewonnen. Schuld an der Misere sind vor allem die Leistungen gegen direkte Konkurrenten. Ausser Wangen konnten die Grenchner kein Team aus der unteren Tabellenhälfte besiegen. Kilchenmann zeigt sich selbstkritisch: «Wir müssen uns dem Spott stellen, der auf uns niederprasselt. Er ist völlig gerechtfertigt.»

FC Wangen bei Olten (12.)

Tiefpunkt: Enttäuschend waren für Trainer Goran Pekas die Niederlagen gegen die Kantonsrivalen. «Vor allem gegen Solothurn waren wir die bessere Mannschaft. In den Derbys haben wir sechs wichtige Punkte verloren.»

Höhepunkt: Mit Schötz und Zofingen trotzte der FCW gleich zwei Topteams ein Unentschieden ab. Zudem besiegte Wangen Schlusslicht Laufen überzeugend mit 5:0.

Fazit: Der FCW liegt sechs Punkte vor Grenchen auf dem fünftletzten Platz. Die Effizienz der Mannschaft ist hervorzuheben. Neben der Niederlage in Thun und der Derbypleite gegen Grenchen besiegten die Wangner nämlich alle Teams aus der unteren Tabellenhälfte. «Wir können uns auf jeden Fall noch steigern», sagt Pekas.

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