Seit mehr als 14 Saisons ist dem FC Dulliken in der Meisterschaft kein Sieg mehr gegen die Oltner gelungen. Dieser Bann verlängert sich nach dem gestrigen Unentschieden. Dulliken-Trainer Suna kann sich dies nur schwer erklären: «Olten ist zwar eine sehr routinierte Mannschaft, gegen die es immer schwierig ist, zu Chancen zu kommen. Doch wie im Hinspiel waren wir auch heute das bessere Team und verzeichneten gar zwei hundertprozentige Chancen. Leider konnten wir keine davon ausnutzen.» Denn in der zerfahrenen Schlussphase vergab der eingewechselte Chafik gleich zweimal aus aussichtsreicher Position. Besonders in der 87. Minute wäre der Luckypunch möglich gewesen. Nach einem schönen Seitenwechsel von Tharmalingam auf Golob übernahm die Oltner Nummer 14 den Ball zehn Meter vor dem Tor, aber schlenzte diesen am rechten Lattenkreuz vorbei.

Gäste traten zurückhaltend auf

Die Heimmannschaft hatte schon bald nach Anpfiff die Initiative übernommen. Immer wieder wurde über die Aussenbahnen versucht, in die gefährliche Zone einzudringen. Nach 28 Minuten kam Dulliken zum ersten guten Abschluss. Zenunis Versuch strich dabei aber am rechten Pfosten vorbei. Die Gäste traten zurückhaltend und defensiv auf. Die Offensivkräfte Osaj und Schifferle waren meist auf sich alleine gestellt und rieben sich dementsprechend oft erfolglos an der gegnerischen Hintermannschaft auf. Nach vierzig Minuten vergab Osaj die einzige nennenswerte Chance der Dreitannen in der ersten Halbzeit.

Schmeichelhaftes Remis für Olten

Sieben Minuten nach Wiederanpfiff hatte Schifferle die Gästeführung auf dem Fuss, als er alleine gegen FCD-Schlussmann Kühni loszog. Doch Kühni blieb lange stehen und wehrte Schifferles Versuch ab. Kurz darauf stellte der FCO um und gab die defensive Grundausrichtung auf. Gashi scheiterte erst aus Kurzdistanz per Kopf an Torwart Husi und Lopez schlug anschliessend den Abpraller aus fünf Metern über die Latte.

Dulliken hat alle Karten selbst in der Hand

Die Überlegenheit Dullikens wurde auch in der Folge nicht kleiner. Gülen kam nach dem Corner von Gürkan zum Kopfball und zwang so Torwart Husi zu einer Parade. Die für das Derby Dulliken-Olten würdige Zuschauerkulisse sah in der Folge das Abgeben Dullikens und das Aufblühen Oltens. Einen Torerfolg gab es aber nicht mehr zu beobachten.

Somit bleibt das Rennen um Platz eins weiterhin spannend. Die beiden Teams trennt nur ein Punkt. Dulliken hat mit einem Spiel weniger nach wie vor alle Karten in der eigenen Hand.