Eishockey
Der Spass soll beim Nachwuchs im Vordergrund stehen

Die U18-Nationalmannschaft will bei der Hauptprobe für die Weltmeisterschaft in Sotschi in der Altjahrswoche in Zuchwil reüssieren. Nicht weniger als der Turniersieg liegt im Fokus.

Olivier Winistörfer
Merken
Drucken
Teilen
Manuele Celio will seine jungen Eishockeyaner auf die WM in Sotschi vorbereiten.

Manuele Celio will seine jungen Eishockeyaner auf die WM in Sotschi vorbereiten.

Während sich die Grossen des Eishockeyzirkus in der Altjahrswoche in Davos zum Spengler-Cup einfinden, treffen sich die U18-Nationalmannschaften der Schweiz – welche keinen Solothurner in den eigenen Reihen haben – und anderer Nationen in Zuchwil, um sich auf die Weltmeisterschaft in Sotschi im April vorzubereiten. Und die Ziele der Jugend-Nati sind klar gesteckt, wie Trainer Manuele Celio erklärt: «Wir streben mit der Mannschaft den Turniersieg an. Uns fehlen zwar wichtige Akteure und wir nehmen auch einige noch junge Spieler mit, aber wenn alles stimmt, kann es klappen. Da der Spielplan dem von der WM gleicht, ist dieses Turnier für uns eine sehr gute Hauptprobe.» Die Truppe des 45-Jährigen trifft auf die jungen Talente aus der Tschechischen Republik, Deutschland, der Slowakei und aus Finnland.

Doch wie will die Schweiz gegen die internationale Konkurrenz reüssieren? «Es sind starke Mannschaften vertreten, vor allem mit Finnland. Im November konnten wir gegen die Finnen einen Sieg und eine Niederlage verbuchen. Sie sind spielerisch in unserer Nähe. Wir wollen mit einem guten, disziplinierten Defensivspiel und einem guten Umgang mit der Scheibe punkten. Wichtig wird sicher auch die Chancenauswertung sein, welche immer das grosse Problem der Schweiz ist», erläutert Celio. Neben den Anstrengungen auf dem Eis sei es aber auch neben dem Eis wichtig für die Junioren, wie der ehemalige Profispieler erklärt: «Der Rhythmus, zwei Spiele an zwei Tagen, einen Tag Pause und wieder zwei Spiele, ist sicher ungewohnt für die Spieler, aber sie lernen so die Wichtigkeit von Erholung und Ernährung kennen und sehen, wie das internationale Geschäft läuft.» Das Juniorenturnier stehe aber nicht in Konkurrenz mit dem grossen Spengler-Cup, wie Celio weiter erzählt: «In Kanada wäre dieses Turnier ausverkauft und würde auf grosses Interesse stossen. Dies ist in der Schweiz nicht der Fall. Aber ich hoffe, dass einige Juniorentrainer den Weg nach Zuchwil finden und sehen, wie sich unser Eishockey entwickelt.»

Jugendarbeit auf gutem Weg

Mit der Entwicklung des Schweizer Eishockeys ist der Nationalcoach sehr zufrieden. «Die Klubs unternehmen grosse Anstrengungen und haben gute Hockeyschulen. Wichtig ist einfach, dass die Kinder Spass am Eishockey haben», findet der ehemalige Eishockeyspieler der Kloten Flyers und des HC Ambri-Piotta. Vor allem bei den Jüngsten müsse man vom «Resultatdenken» wegkommen und den Spass in den Vordergrund stellen, moniert der 45-Jährige. Der Verband und die Klubs seien bemüht, gute Programme aufzubauen und die Spieler richtig und stufengerecht zu fördern. «Wir gehen in die richtige Richtung in der Schweiz», schliesst Manuele Celio ab.