1. Liga
Der Solothurner Chatton ist mit zwei Toren und einem Assist der Matchwinner

Im 14. Spiel realisierte die Truppe von Trainer Dariusz „Darek“ Skrzypczak mit dem 3:1 über Zug ihren 13. Dreier. Nur gegen Münsingen musste sie beim 1:1 zwei Punkte abgeben. Somit gehen die Ambassadoren mit „sensationellen 40 Punkten“ (O-Ton Skrzypczak) in die wohl verdiente Winterpause. Massgeblichen Anteil hatte erneut Chatton als Doppeltorschütze und Assistgeber für Bisevac in der Nachspielzeit. «Er kann abschliessen und entscheidende Pässe geben», lobte ihn sein Trainer.

Pius Rüegger
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Jürg Naegeli

Gegner eingelullt

Auch von den durch den Dauerregen immer schwieriger werden Terrainverhältnissen liess sich der Heimclub nicht beirren. «Wir wollten unbedingt gewinnen», sagte sein Trainer. Die Einheimischen begannen kontrolliert und erschufen sich die notwendige Sicherheit. Mit dieser Sicherheit kamen sie zu deutlich mehr Spielanteilen.

«Die Defensive ist gut gestanden und nach der Balleroberung konnten wir gut angreifen, mussten aber geduldig bleiben» sah es Skrzypczak. Eine solche Balleroberung leitete den Führungstreffer ein (24.). Chatton sprintete aus dem Mittelfeld nach vorne und lockte Zug-Hüter Bruhnsen aus seinem Strafraum.

Penalty für Solothurn

Nachdem der 26-Jährige diesen umspielt hatte, konnte Innenverteidiger Latifi den satten Schuss nur mittels Handspiel abwehren: Platzverweis und Penalty. Diesen verwerte Chatton souverän.

«Wir versuchten den Gegner einzulullen, dies ist uns gelungen und wir machten alles gut», erläuterte Skrzypczak. Mit einer Tempoverschärfung reagierte Zug. Doch in dieser gesteigerten Intensität eröffnete sich Arifi eine grosse Freistosschance (37).

Links vom Strafraum zielte der defensive Mittelfeldspieler genau ins entferntere hohe Eck. Doch Zugs Bruhnsen verhinderte das 2:0 mit einer glänzenden Parade: Mit seiner Hand lenkte er diesen Ball um den Pfosten in Corner.

Starke Reaktion nach Ausgleich

Ein stehender Ball ermöglichte den Ausgleich der Zentralschweizer (51.). Peter stand bei diesem Eckball beim zweiten Pfosten und konnte abschliessen. «Das 1:1 war kein Zufall, der Gegner war bei Standards stark», stellte Solothurns Teamchef fest. Die Antwort kam postwendend.

Von Stauffer über Koch kam der Ball zum einmal mehr gut aufgerückten linken Aussenverteidiger Du Buisson. Dessen Schuss konnte Bruhnsen nur nach vorne abprallen lassen. Chatton antizipierte gut und erbte zur erneuten Führung. Obwohl Skrzypczak erklärte, «gegen Schluss haben wir nur auf das Resultat gespielt und unser Ziel erreicht», gelang den Einheimischen in der Nachspielzeit noch ein Treffer zum 3:1.

Chatton sah rechts den frei stehenden Bisevac. Mit seinem Flachschuss war er zwei Minuten nach seiner Einwechslung erfolgreich.

Solothurn - Zug 3:1 (1:0)

Stadion. – 400 Zu­schauer. – SR: Thies. – Tore: 24. Chatton 1:0 (Handspenalty); 51. Peter, 55. Chatton 2:0, 94. Bisevac 3:1.

Solothurn: Jeffrey Grosjean; Kohler, Hasanovic, Waylon Grosjean, Du Buisson; Koch, Arifi (88. Ukoh); Schrittwieser (80. Micelli), Stauffer, Hunziker (92. Bisevac); Chatton.

Zug: Bruhnsen; Weiss, Latifi, Wüest, Martino; Peter, Mehidic; Burkard, Palatucci (62. Saliji); Festic, Pozder.

Bemerkungen: So­lo­thurn ohne Veronica, Anderegg und Bleuler (alle verletzt). Zug ohne Riedweg (gesperrt), Vögeli, Mani (beide verletzt) und Kahveci (abwesend). – Platzverweise: Latifi (24., Rot wegen Handspiel) und Koch (89., Gelbrot 2. Verwarnung wegen Foul). – Ver­war­nun­gen: 50. Arifi (Foul), 60. Koch (Reklamieren), 84. Hasanovic und Wüest (beide Unsportlichkeiten). – Eckbälle: 5:4 (5:2).

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