Unbeeindruckt vom GC-Heimsieg gegen Zofingen und dem Rückfall auf einen Abstiegsplatz eröffneten die Solothurner das Gastspiel in Münsingen offensiv. In der ersten Halbzeit ging die Taktik mit Sülüngöz vor der Vierer-Abwehr und der Doppelsturmspitze Mertoglu/Titton auf.

Die Besucher waren aktiver, spritziger. In der 29. Minute eroberte Titton – zwei Minuten später schied er mit einer Adduktorenverletzung aus – dank entschlossenem Pressing den Ball, spielte links Mertoglu an.

Dessen Flanke versenkte Fleury scharf zur verdienten Führung. «Wir haben unser Spiel in der ersten Halbzeit sehr gut umgesetzt, indem wir mit unserem Kurzpassspiel den Druck hoch halten konnten», sagte Solothurns Trainer Aziz Sayilir. Gefährlich wurden die Berner in der 43. Minute. Dedaj machte mit einer Faustparade Gassers Versuch unschädlich.

Ausgleich nach Gestocher

Vier Minuten nach Wiederbeginn glichen die Einheimischen durch Christen aus. Anstatt den Ball aus dem Strafraum zu befördern, spielten die Solothurner nach links. Aus dem folgenden Gestocher profitierten die Berner zum 1:1-Endstand.

Nach diesem Ausgleich verloren die Besucher ihren vorherigen Speed. Sie wurden zu mehr Defensivarbeit gezwungen. Diese bewältigten sie dezidiert. Nach vorne waren nur noch Nadelstiche möglich – ohne Wirkung.

Die beste Siegchance bot sich Münsingen Sekunden vor Abpfiff. Kohler machte Gassers Möglichkeit auf der Linie zunichte (94.). «Wir haben das Spiel so erwartet; konnten den Gegentreffer zum 1:1 mental rasch verarbeiten und wussten mit diesem Druck umzugehen. Und – wir können mit dem Unentschieden leben», fasste Sayilir das Geschechen zusammen.