Der letztjährige Silvester Cup in Derendingen war der Startschuss für das bislang erfolgreichste Jahr in der Karriere von Ylena In-Albon. Mit konstant starken Leistungen über die ganze Saison hinweg – die 19-jährige Walliserin hat 54 Siege bei nur 16 Niederlagen auf der Profitour gefeiert – verbesserte sie sich in der Weltrangliste um fast 500 Plätze. Aktuell steht Ylena In-Albon auf Position 235 der Welt. Damit ist die Vorjahresfinalistin des Silvester Cups in diesem Jahr die grosse Favoritin auf den Titel. Zumindest auf dem Papier.

Ylena In-Albon selber warnt vor zu hohen Erwartungen. «Ich bin momentan mitten in der Saisonvorbereitung. Daher bin ich insbesondere im physischen Bereich nicht 100 Prozent fit», sagt sie. «Mein Ziel beim Silvester Cup ist es, dass ich die Aspekte meines Spiels, an denen ich zuletzt im Training gearbeitet habe, im Match umsetze. Aber klar ist auch: Wenn ich auf dem Platz stehe, will ich natürlich unbedingt gewinnen.»

Die Doppelspezialistin und zwei Youngsters

Die stärkste Kontrahentin von Ylena In-Albon im Kampf um den Turniersieg ist gemäss der Setzliste die Lysserin Xenia Knoll. Genau wie In-Albon gehört die 26-Jährige ebenfalls ins Lager der Profispielerinnen und bereitet sich in Derendingen auf die neue Saison vor.

Im Gegensatz zu In-Albon setzt Xenia Knoll dabei vorwiegend auf die Doppelkonkurrenz. Die Seeländerin gehört seit gut drei Jahren zu den besten 100 Doppelspielerinnen der Welt und steht aktuell auf Position 71 der Weltrangliste. Um sich im Doppel noch weiter nach vorne zu kämpfen, hat sie vor einiger Zeit entschieden, auch vermehrt wieder im Einzel anzutreten. Acht Einzelevents hat sie in diesem Jahr bei den Profis bestritten und sich damit bereits wieder in die Top 700 der Weltrangliste gespielt.

Gespannt sein darf man in Derendingen auch auf das Abschneiden der beiden Nachwuchstalente Valentina Ryser (N3, 26) und Tina Nadine Smith (N3, 43). Vor allem die 17-jährige Valentina Ryser hat in den letzten Monaten stark gespielt und sich in der Juniorenweltrangliste bis auf Position 65 nach vorne gekämpft. Damit kann sie in der kommenden Saison bei den Junioren-Grand-Slam-Turnieren antreten.

Der 19-jährige Bündner Jakub Paul ist topgesetzt

Auch bei den Männern wird am diesjährigen Silvester Cup hochklassiger Tennissport geboten, auch wenn ein Spieler des Kalibers von Ylena In-Albon fehlt. Topgesetzt ist mit Jakub Paul jedoch ebenfalls ein junger Schweizer Tennisprofi, der nicht zum ersten Mal in Derendingen aufläuft. «Ich habe vor drei oder vier Jahren bereits einmal mitgespielt», so der 19-Jährige aus Chur, der 2018 sein erstes komplettes Jahr auf Profi-Stufe absolviert hat.

Als Nummer 714 der Welt startet er nun in sein zweites Profijahr, das er mit dem Silvester Cup lanciert. «Ich habe in den letzten vier Wochen meinen Aufbau für die neue Saison gemacht und dabei nur sehr wenig Tennis gespielt. Der Silvester Cup ist daher ideal, um Matchpraxis zu sammeln als Vorbereitung auf die Saison 2019. Schliesslich hat es ein paar starke Spieler dabei», sagt Jakub Paul.

Und damit hat er recht. An Nummer zwei gesetzt ist der mittlerweile 38-jährige Ivo Klec, der bereits einmal zu den Top 200 der Welt gehört hat. Ebenfalls mit dabei sind Manuel Mazzella (N2, 25) und Daniel Valent (N2, 30) sowie Titelverteidiger Muhamed Fetov (N3, 32) und Jonas Schär (N3, 34), der amtierende U18-Junioren-Schweizer-Meister in der Halle. Aus Solothurner Sicht ist Timo Lanz (N3, 43) als Turniernummer sieben das heisseste Eisen im Feuer.