Nach nur vier Minuten in Küsnacht hätten die mitgereisten SCL-Fans denken können, der Fluch sei gebrochen. Zu diesem Zeitpunkt traf Brent Kelly mit einem wuchtigen Backhand-Schuss aus beachtlicher Entfernung zur 1:0-Führung. Es war die erste Führung seit über 430 Minuten Spielzeit und sie hätte eigentlich einen Knoten lösen sollen.

Bald einmal war aber augenfällig, dass nicht nur die Führungsthematik beim SC Langenthal ein Problem ist. Denn je länger die Partie dauerte, desto besser kamen die GCK Lions in Fahrt. Zuerst kam der Ausgleich, der nach einem Abpraller von Marco Mathis entstand. Im zweiten Abschnitt nahm die Leistung des Gastes weiter ab, bis die Lions in der 30. Minute schon mit 3:1 führten. Innerhalb von 53 Sekunden trafen die Zürcher gleich doppelt, wobei beim zweiten Treffer das Team von Matti Alatalo den Gegner schwindlig spielte.

Mathis verhindert 1:4

Nach 37 Minuten waren Hans Pienitz, Marc Welti und Pascal Gemperli nicht konsequent genug, zu dritt einem Gegenspieler die Scheibe abzunehmen. Es kam ein zweiter Zürcher zu Hilfe, dieser übernahm die Scheibe und bediente vor dem SCL-Tor blitzschnell einen mitgelaufenen Zürcher. In diesem Moment war es in erster Linie Marco Mathis‘ Verdienst, dass die Lions nicht schon auf 1:4 davonzogen.

Es kam letztlich zur längst bekannten Erkenntnis: Immer kann man Rückstände nicht wenden und offenbar ist es auswärts noch ein bisschen schwieriger. Die Zeit lief ab, während die Lions ihrem Wappentier entsprechend mit dem Willen eines Löwen kämpften und Langenthal eine Reaktion schuldig blieb. Die Chancen waren im letzten Abschnitt zwar sehr deutlich auf Seiten des Gastes verteilt, im Angriff war jedoch die endgültige Durchschlagskraft der Langenthaler zu klein und die Chancenverwertung zu schwach. «Die Möglichkeiten wären da gewesen. Sie hatten einen überaus guten Torhüter und wir waren vielleicht etwas zu inkonsequent», bilanzierte ein enttäuschter Pascal Gemperli.

SC Langenthal – GCK Lions 3:1 (1:1, 2:0, 0:0)

KEK Küsnacht. – 260 Zuschauer. – SR: Mollard, Gnemmi/Micheli. – Tore: 4. Kelly (Stämpfli, Campbell) 0:1. 15. Bachofner (Sandro Zangger) 1:1. 29. (28:47) Brandi (Meier, Neher) 2:1. 30. (29:40) Tremblay (Sitje, Nikiforuk) 3:1. – Strafen: 4mal 2 Minuten gegen die GCK Lions. 3mal 2 Minuten gegen Langenthal.

GCK Lions: Boltshauser; Büsser, Blatter; Schmuckli, Karrer; Faic, Braun; Marc Zangger, Molina; Trembley, Sitje, Nikiforuk; Bachofner, Senteler, Sandro Zangger; Ramon Diem, Dominik Diem, Nägeli; Meier, Neher, Brandi.

Langenthal: Mathis; Stämpfli, Schäublin; Welti, Fröhlicher; Gloor, Pienitz; Mike Küng; Dünner, Campbell, Kelly; Carbis, Gemperli, Triulzi; Füglister, Lüssy, Schnyder; Hobi, Vincenco Küng, Ranov; Arnold.

Bemerkungen: GCK Lions Raffainer (verletzt), Künzle, Malgin, Neuenschwander, Schlegel, Siegenthaler (alle NLA), Leimbacher (krank), Peter (Elite) und Hoffmann (überzählig). Langenthal ohne Kämpf, Schefer, Schüpbach, Tschannen (alle verletzt), Kaufmann (krank) und Minder (Partnerteam). 4. Time-out GCK Lions. 49.Pfostenschuss Sandro Zangger. 58:38 bis 60:00 SCL ohne Mathis, dafür mit sechstem Feldspieler. 59:00 Time-out Langenthal.