Bereits in den ersten Minuten deutete sich die Richtung des Spiels an. Von den Aarauerinnen sah man immer wieder lange, hohe Bälle, die irgendwo im Mittelfeld verhungerten und so Gegenangriffe des SC Derendingen auslösten. Nach einer knappen Viertelstunde war es dann so weit. Do Sul Almeida foult ihre Gegenspielerin von hinten, was einen Freistoss aus rund 30 Metern mit sich zog. Derendingen-Captain Rebeka Müller verwandelte den Freistoss in die rechte obere Ecke und leitet so den Sieg der Solothurnerinnen ein.

Nach diesem Gegentreffer gab es eine kurzzeitige Reaktion der Aarauerinnen. Zwar wollten sie den Ausgleich schaffen, blieben dafür aber zu wenig konsequent. Und was dann passiert, ist typisch für den Fussball. Wer die Tore vorne nicht macht, bekommt sie hinten. So auch in dieser Partie, als Jasmin Bosshard den Ball nach einem schönen Angriff über links im Aarauer Netz unterbrachte. Auch der zwischenzeitliche Anschluss durch Lara Zürcher per Penalty sollte die Lage des Heimteams nicht verbessern.

Kaum waren die Teams wieder aus der Kabine gekommen, baute der SCD die Führung auch schon aus. Nach einem Gerangel im Strafraum schob Annina Sommer den Ball ein. Zwar kam auf Aargauer Seite nun mehr Pressing ins Spiel, aber die Chancen wurden nicht viel besser. Zweimal verpasste Sarah Hediger den Anschlusstreffer, bis ihn Anais Salzmann in der 84. Minute doch noch realisierte. Nach einer Ecke köpfelte sie den Ball ins Netz. FCA-Trainer Charles Grütter schickte sein Team immer wieder nach vorne, teilweise standen hinten noch zwei Verteidigerinnen. Trotzdem blieb Aarau das Glück fern. In der Nachspielzeit war es Katrin Suter, die mit ihrem Treffer zum 4:2 den Derendinger Sieg sicherte. (AZ)