Der SC Langenthal ist ideal in die Playoffs gestartet. Sechs Tore erzielt, keines kassiert – auch wenn das Resultat höher ausfiel, als dass man zuerst hätte denken können: Die SCL-Spieler können mit dem ersten Auftritt im Viertelfinal durchaus zufrieden sein. «Am Anfang hat es schon ein bisschen gehapert», sagte Marco Gruber über die 35 torlosen Startminuten.

«Basel-Goalie Lorenzo Croce hat aber auch sehr gut gehalten. Mein Treffer zum 1:0 war nachher erlösend für uns.» In der Folge ging es wie am Schnürchen – im letzten Drittel wurden gleich vier Tore zum 6:0 erzielt. Von den Baslern kam dabei wenig Gegenwehr, die Langenthaler hatten das Spiel im Griff und dominierten die Partie nach Belieben.

«Basel hat den Druck»

Nun liegt der Puck bei Basel und nicht mehr bei den Bernern, der Ausgleich ist für die Rheinstädter unabdingbar, um im Geschäft zu bleiben. «Sie haben nun den Druck», sagte deshalb auch SCL-Verteidiger Yves Müller nach dem letzten Spiel. Und auch das Resultat aus dem letzten Spiel wird dem EHCB nicht entgegenkommen, weiss auch Gruber: «Sie haben sechs Tore kassiert und keines erzielen können. Dieser Endstand bringt Basel sicherlich ins Grübeln.»

Ebendieses Nachdenken hat bei Basel bereits nach dem letzten Auftritt begonnen: «Wir sind noch nicht in den Playoffs angekommen. Wir müssen mehr Emotionen reinbringen, um Langenthal zu besiegen», erklärte Dany Gelinas, Trainer der Nordwestschweizer.

Startnervosität überwunden

Sollte es den Baslern nicht gelingen, die Langenthaler zu Hause in die Schranken zu weisen, wirds ganz eng für den Underdog. Dass der SC Langenthal eines seiner Heimspiele verliert, ist eher unwahrscheinlich, in der Folge müssten die Sharks sogar gegen ein 3:0 ankämpfen, das aufgrund der statistischen Grundlage in der NLB bereits als Entscheidung der Serie gilt.

So weit ist es aber noch nicht, denn bekanntlich muss Spiel für Spiel wieder neu angeschaut werden. Die Startnervosität haben die Langenthaler nun überwunden. Heute Abend müssen sie nicht gewinnen, sie können.

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