1. Liga

Der offensive Neuzugang Emmanuel Mast: «Es wird kompliziert für mich»

Emmanuel Mast erzielte in vier Spielen für den FC Solothurn zwei Tore.

Emmanuel Mast erzielte in vier Spielen für den FC Solothurn zwei Tore.

In der 5. Runde der 1. Liga kommt es zum Spitzenkampf. Der 21-jährige Angreifer Emmanuel Mast trifft am Sonntag 01.09 mit dem Drittplatzierten FC Solothurn auswärts auf seinen Jugendverein und aktuellen Tabellenführer FC Biel.

Nach vier Runden darf sich der FC Solothurn am Sonntag im Spitzenkampf messen – im Jurasüdfuss-Derby beim FC Biel. Dank ihrem 3:0-Auswärtssieg in Bassecourt lösten die Seeländer den FC Solothurn nach dessen 2:3-Heimniederlage gegen Delsberg als Leader ab. Mit einem Zähler Rückstand und punktgleich mit Wohlen belegen die Solothurner Platz drei. Dies wollen sie in der Tissot-Arena gegen den bisher erfolgreichsten Sturm mit 14 Toren und der besten Abwehr mit erst einem Gegentor korrigieren.

Bei dieser Ausgangslage wird der Vergleich für Neuzugang Emmanuel Mast zu einem besonderen Spiel. Der Offensivmann ist nämlich am 20. April 1998 in Biel auf die Welt gekommen, trug von der U10 bis zur U16 das Dress der Berner und wohnt heute wieder in dieser zweisprachigen Stadt. «Es wird etwas kompliziert für mich», sagt der Romand deshalb. Zur Widmer-Truppe kam der 21-Jährige übrigens durch einen weiteren Bieler: Loïc Chatton. «Wir kennen uns sehr gut, er hat mich bei der U10 gesehen, unterstützt mich seither und sagte zu mir, ich solle zu Solothurn kommen», erklärt Mast seinen Wechsel.

Der Angreifer spielt dort, wo es ihn braucht

«Chatton ist mein Vorbild, da er auch Stürmer ist», schiebt er nach. In den bisherigen vier Spielen wurde Mast jedoch auf den Aussenbahnen eingesetzt. Im Startspiel in Goldau rechts, in den folgenden drei Runden links. Angedacht war bei der Verpflichtung durch Sportchef Hans-Peter Zaugg, dass er als zweiter Stürmer eingesetzt würde – neben Chatton. Den Positionswechsel beschreibt Mast so: «Das System mit zwei Stürmern in der Mitte erwies sich als zu kompliziert, deshalb stellten wir um und ich spiele dort, wo es mich braucht.»

Mit ein Grund, ablösefrei in die Deutschschweiz zu wechseln, sind seine sportlichen Ziele: «Wegen höherer Ansprüche, der besseren Infrastruktur und dem Umfeld in Solothurn bei den fehlenden sportlichen Zielen in Delsberg wollte ich mich verändern.» Mast fühlt sich in der Ambassadorenstadt gut verstanden und will von den Erfahrungen der Routiniers viel Positives mitnehmen. «Solothurn ist ein guter Verein, um in meiner Karriere weiterzukommen», blickt er über den Tellerrand hinaus.

In seiner Entwicklung wurde Emmanuel Mast durch zwei schwere Knöchelverletzungen zurückgeworfen. Doch begonnen hat er in Tavannes als Sechsjähriger mit dem Fussball, zusammen mit Matthew Mäder, dem er im Derby im Mittelfeld begegnen dürfte. Die Sekundarschule absolvierte er in Biel in der Sportabteilung. Anschliessend ging er nach Neuenburg in eine dreijährige Handelsschule und zu Xamax. Dank einer Partnerschaft von Xamax mit einer Sportgeschäfts-Kette konnte sich Mast parallel zum Verkäufer ausbilden. In dieser Filiale ist er weiterhin zu 50 Prozent angestellt.

«Zeigen, dass wir es besser machen können»

Der Xamax-Nachwuchsabteilung gehörte er bis zur Aufnahme ins Challenge-League-Kader auf die Saison 2015/16 an. In der Aufstiegssaison kam er am 7. Dezember 2015 gegen Chiasso zum Debüt in der zweithöchsten Liga. Allerdings zog er sich anschliessend eine schwere Verletzung am linken Knöchel zu. Sechs Monate lang fiel er aus und wurde dann auf die Rückrunde 15/16 an Delsberg ausgeliehen. Im Jura erlitt er sechs Monate später die gleiche Verletzung, diesmal am rechten Knöchel, wodurch sich sein Verbleib verlängerte.

Seine Verletzungen sind für den Beidfüssigen trotzdem Anlass, positiv zu bleiben. Dies gilt auch für das anstehende Derby nach der Bruchlandung gegen Delsberg. «Es ist an uns, zu zeigen, dass wir es besser machen können; es ist an uns, unser Spiel zu machen, denn wir wissen, was wir können, und wir Jungen wollen uns beweisen», gibt sich Mast zuversichtlich wie kämpferisch.

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