Triathlon

Der Oensinger Pascal Frieder will seine Titel verteidigen

Pascal Frieder hätte beinahe mit dem Triathlon aufgehört. ZVG

Pascal Frieder hätte beinahe mit dem Triathlon aufgehört. ZVG

Frieder ist mit drei Schweizermeistertiteln der erfolgreichste Oensinger der letzten Saison. Sein Ziel diese Saison ist die Titelverteidigung. Die Form stimmt, konnte er doch bereits zwei von drei Circuit-Eisätze siegreich gestalten.

Im Triathlon Team Oensingen ist das Erreichen von Topklassierungen an nationalen Rennen und Schweizer Meisterschaften zur schönen Tradition geworden. Je grösser die Nachwuchstruppe von Bruno Probst wird, auf desto mehr Medaillen und Erfolge können die Oensinger am Ende der Saison zurückblicken. Zu den total 143 Podestplätzen der letzten Saison trug auch Pascal Frieder seinen Teil bei. Nebst einer ganzen Reihe von Siegen am Swiss Triathlon Circuit, der nationalen Serie, und dem damit verbundenen Gesamtsieg, schaffte Frieder das Kunststück, 2012 gleich drei Schweizer-Meister-Titel zu gewinnen. Sowohl im Sprint als auch auf der olympischen Distanz siegte er in der Hauptklasse, hinzu kam die Titelverteidigung aus dem Vorjahr im Team-Sprint. Damit ist der 27-Jährige gar der erfolgreichste Athlet aus Oensingen.

Durchbruch auf höchster Stufe nicht geschafft

Dabei hatte wenig gefehlt, und es wäre gar nie so weit gekommen. Frieder hatte sich in den Jahren zuvor nämlich mit einer Pro-Lizenz versucht, schaffte den Durchbruch auf der höchsten Stufe aber nie ganz. «Ich war zu verbissen», sagt er heute, mit der nötigen Distanz, über seine Zeit bei den Pro-Athleten, «es gab für mich nichts anderes mehr. Ich habe mich selber unter enormen Druck gesetzt und war so immer unter Strom.» Der Oberstufenlehrer befand sich damals im Studium und wollte im Sport etwas erreichen und investierte viel, zu viel, wie sich herausstellen sollte. So kam 2011 auch noch ein Übertraining hinzu. «Ich dachte immer, dass mir das nie passieren würde», sagt er.

Zum Erfolg überredet

Um olympisch zu laufen, dafür war er nicht gut genug, um jedoch eine Stufe tiefer ganz an der Spitze mitzulaufen, dafür brachte Frieder die Voraussetzungen von Anfang an mit. «Dabei wollte ich eigentlich gleich ganz aufhören», schmunzelt er heute darüber, auf seinen Entscheid zurückgekommen zu sein. «Das war im Prinzip im Trainingslager 2012. Wir waren auf dem Rad unterwegs und führten ein interessantes Gespräch. Als ich Urs davon erzählte, aufhören zu wollen, hat er mich ‹überschnorred›, es doch zumindest über die olympische Distanz zu versuchen.»

Konkurrenz ist stärker geworden

Dass eine dreifache Titelverteidigung alles andere als einfach wird, weiss Frieder. «Die Schwierigste dürfte wohl jene mit dem Team werden», urteilt er. Carmen Bucher ist verletzt und die Konkurrenz scheint stärker als in den Jahren zuvor.

Alle Rennen finden in der Westschweiz statt

Dass in diesem Jahr gleich alle drei Rennen, an welchen die Schweizer- Meister-Titel vergeben werden, zwischen Lausanne und Genf stattfinden, freut den Triple-Titelverteidiger. «Das sind die drei schönsten Wettkämpfe im Kalender, da kommt fast ein wenig Ferienfeeling auf: Man freut sich auf das gemeinsame Wochenende mit dem Team.» Dazu kommt die gute Form, welcher sich Frieder bereits wieder erfreut. Zwei von drei Circuit-Einsätze gestaltete er siegreich, und das Gefühl im Hinblick auf Sonntag ist sehr gut. «Auf Genf freue ich mich extrem, denn der Sprint liegt mir besonders – kurz und deftig.» Die Voraussetzungen scheinen also auch in diesem Jahr wieder gut, dass Pascal Frieder dem Oensinger Palmarès einiges wird beisteuern können.

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