Wenig überraschend mussten zu Beginn der Testspielserie die drei Tryout-Spieler Andreas Schneider, Samuel Bieri und Adrian Stoob zusehen, ebenso die beiden Kanada-Schweizer Wesley Snell und Paul Di Pietro. Der 43-jährige Teamsenior hatte vor der Partie als einziger des Teams erst drei Tage Eistraining in den Beinen und wird also zu einem späteren Zeitpunkt ins Spielgeschehen eingreifen. Es hätte in gewissen Situationen die Cleverness und Kaltblütigkeit eines Spielers wie Di Pietro bedurft, dann wäre der erste Formtest der Oltner auch resultatmässig positiv ausgefallen. Denn einmal richtig im Spiel, fehlte gegen das oberklassige Kloten nicht viel für einen ausgeglichenen Spielstand.

Feser deutet Möglichkeiten an

So zeigte zum Beispiel die Flügelzange mit Diego Schwarzenbach und Remo Hirt, dass sie auch mit Tim Weber in der Mitte bestens harmoniert. Unter anderem in der 19. Minute, als Hirt, nach einer schönen Täuschung an der Bande, auf Schwarzenbach zurücklegte, dieser mit seinem Direktschuss aber an Martin Gerber scheiterte. 19 Minuten später war es Weber, der in der Mitte eine Hirt-Hereingabe knapp verpasste. Richtig ins Schwitzen kam die Abwehr der Gäste aber, wenn die erste Linie der Oltner auf dem Eis stand. Das Trio Truttmann/Feser/Brunner zeigte mehr als gute Ansätze, wobei Feser in der 40. Minute für die schönste Einzelleistung der Partie verantwortlich war.

Gute Defensivleistung

Doch auch dem erst 21-jährigen Kanadier gelang es nicht, die Partie mit dem ersten Treffer zu lancieren. Kurz zuvor war es Martin Wüthrich, der, aus halbrechter Position, an Müller scheiterte. Wie schon im ersten Abschnitt gehörten auch die letzten Minuten des Mitteldrittels klar den Gastgebern. Und doch wäre eine Führung ein bisschen gar schmeichelhaft gewesen, denn Tobler und (ab Spielmitte) Bäumle hatten doch ein wenig mehr zu tun als ihre beiden Gegenüber. Die Flyers kamen mit weniger Aufwand zu mehr Abschlüssen, allerdings nicht aus absolut zwingender Position, was in erster Linie an der guten Arbeit der Oltner Defensivabteilung lag.

Ein Treffer entscheidet die Partie

In der 42. Minute war es um die Null aufseiten der Gastgeber dann aber geschehen. Im vierten Powerplay nutzten die Zürcher den Freiraum, und Leone verwandelte Stancescus Querpass direkt zum 0:1. Der EHCO brauchte hingegen nicht lange, sich vom ersten Verlusttreffer zu erholen. Wüthrich (46.) vergab eine sehr gute Chance, Ruhnke, zwei Minuten später, eine nächste.

Ausgleich wollte nicht fallen

Dass der Ausgleich, trotz grossem Engagement bis ganz zum Schluss, nicht mehr gelang, war der vielleicht einzige augenscheinliche Kritikpunkt am Donnerstagabend vor beinahe 2000 Zuschauern. Vieles stimmt positiv zu diesem frühen Zeitpunkt und damit zuversichtlich für den weiteren Verlauf der Saisonvorbereitungen. .