Der 15. November 2009 war das bisher wichtigste Datum im Leben von Janick Kamber: In Abuja gewann der kleine, wirblige Mümliswiler mit der Schweizer U17-Nationalmannschaft gegen Nigeria 1:0 und wurde somit sensationell Weltmeister.

Von einer Verletzung zurückgeworfen

Aber im Fussball kann es nicht immer nur nach oben gehen, und so wird Kamber auch den 1. Juni 2013 nicht so schnell vergessen. Beim letzten Meisterschaftsspiel der vergangenen Saison in der Super League zwischen den Grasshoppers und Lausanne musste er in der 40. Minute verletzt ausgewechselt werden. Die Diagnose: angerissenes Kreuzband, fünf Monate Pause. «Ich war gerade dabei, mit Lausanne eine Vertragsverlängerung abzuschliessen», blickt der mittlerweile 21-jährige, linke Aussenläufer zurück. «Es ist klar, dass in dieser Situation Lausanne den Vertrag auslaufen liess. Niemand will einen am Knie verletzten Spieler unter Vertrag nehmen, das Risiko ist zu gross.»

Arbeitsloser Weltmeister

So ist also der U17-Weltmeister seit dem 1. Juli 2013 wegen seiner Verletzung arbeitslos. Zum Glück gibt es in der Schweiz gute Unfallversicherungen, und so kann sich Janick Kamber ganz auf seine Genesung konzentrieren, obwohl er weiterhin ohne Verein ist. «Das Kreuzband ist gut verheilt und jetzt habe ich mit dem Lauftraining begonnen.

Wo ich in Zukunft spielen will, weiss ich noch nicht, aber das macht mir auch keine Sorgen. Jetzt ist ein sauberer Formaufbau wichtig, und erst dann werde ich mir eine neue Mannschaft suchen.» Kamber ist zuversichtlich: «Der Schweizer Markt ist mit 10 Mannschaften in der Super League recht gross, da wird sich für mich schon ein Türchen öffnen. Hauptsache, ich kann wieder Freude am «Tschutten» haben.»

Gefördert wurde Janick von seinem Vater Peter Kamber, der selber in den goldenen Zeiten bei Klus/Balsthal in der 1. Liga gespielt hat. Er erkannte das Talent seines Sohnes bereits bei den Mümliswiler D-Junioren und brachte ihn in die Nachwuchsförderung zum FC Basel. Janick Kamber durchlief auch alle Schweizer U-Nationalmannschaften. Selbst heute gehört er – trotz lädiertem Knie – immer noch zum erweiterten Kader der U21-Nati.

Gerüchte um den FC Mümliswil

Aber bereits sind Gerüchte im Umlauf, dass er zum FC Mümliswil zurückkehren wird. «Nein, nein», wehrt der Defensivspieler ab, «es stimmt zwar, dass ich ab und zu auf dem Fussballplatz bin und mir einen Match anschaue, aber nur, um meine Freunde zu treffen.» Die Kameraden aus der Juniorenzeit sind gerade diesen Sommer frisch in die Solothurner 2. Liga aufgestiegen, aber bis zur Super League fehlt da schon noch einiges.»