Das «Motocross Passwang» hat zwar schon vorher existiert. Bis im Jahre 2014 war der heutige Organisator aber nur als Betreiber der Festwirtschaft am Anlass präsent. Mittlerweile schmeisst der Motoclub Passwang, welcher vor über dreissig Jahren gegründet wurde, die ganze Veranstaltung im Alleingang.

«Ein paar Kollegen schlossen sich damals zusammen, um gemeinsam Ausfahrten zu unternehmen und es einfach gesellig zu haben», erzählt Präsident Martin Hammer von der Entstehung des Motoclub Passwang. «Wir wollten als Verein schon immer mal etwas auf die Beine stellen. Auch um etwas für unsere Ausflüge dazuzuverdienen. Wir sind ein Töffklub. Also sollten wir ein Töffrennen organisieren.»So kam es, dass der Motoclub die Regie über das Motocross Passwang übernahm.

Die Mühe lohnt sich

Am Wochenende stehen wiederum alle knapp vierzig Klubmitglieder plus zusätzliche Helfer im Einsatz. Die Aufbauarbeiten beginnen jeweils zehn Tage vorher. «Mit kleinen und grossen Baggern wurden das Gelände und der Streckenverlauf hergerichtet. Die Festhütte musste aufgestellt werden, und, und, und», sagt Hammer.

Nun geht es noch um den Feinschliff: Schilder montieren, Strecke markieren, Parkplätze vorbereiten und so weiter. «Der Aufwand ist gross», bestätigt Hammer, «mit Sponsorensuche zum Beispiel muss man noch früher beginnen. Aber die Mühe lohnt sich. Wir haben riesigen Spass.»

Die grössten Schwierigkeiten bereitet im Vorfeld jeweils die Strecke. Einerseits sei es nicht einfach, das passende Gelände zu finden und sehr mühsam, überhaupt die Bewilligung für die Durchführung von Motocross-Rennen zu bekommen.

Eine Strecke für alle

Die nächste Herausforderung: Die Rennstrecke muss sämtlichen Kategorien gerecht werden. Der Kurs darf nicht zu einfach sein, muss aber auch die Spitzenfahrer noch fordern. «Wie schwierig eine Strecke zu befahren ist, hängt natürlich immer auch vom Wetter ab», merkt Hammer an. «Wenn es trocken bleibt, ist die Strecke sicher nicht allzu anspruchsvoll. Letztes Jahr regnete es aber, und da bekundeten viele Fahrer sehr viel Mühe.»

Grundsätzlich sei das Gelände im Weiler Reckenkien prädestiniert, geradezu perfekt für Motocross-Rennen: «Es ist ziemlich hügelig dort oben. Die vielen Sprünge machen die Strecke attraktiv.»

Piloten vom Gelände Team Schweiz sorgen für Spektakel

Im Vorjahr waren an den beiden Renntagen rund 2500 Zuschauer vor Ort. Martin Hammer wäre zufrieden, wenn es heuer «im gleichen Rahmen ist». Mehr Zuschauer dürften es natürlich immer sein.

Die ersten Trainings beginnen bereits am frühen Samstagmorgen. Ab 13 Uhr starten die Rennen. In der Klasse Regio Open können auch nicht lizenzierte Fahrer teilnehmen. Gleichzeitig werden auch die Piloten auf der Strecke sein, die um den Thal Cup kämpfen. Dieser ist Fahrern aus den Bezirken Thal und Gäu vorbehalten.

Die besten Dreissig von jeder Kategorie qualifizieren sich für die Finalläufe vom Sonntag. Im Zentrum stehen am zweiten Renntag aber die verschiedenen Klassen der Schweizer Motocross-Meisterschaft. Für Spektakel sorgen an beiden Tagen auch die Piloten vom Gelände Team Schweiz. Dabei wird die Strecke mit zusätzlichen, künstlichen Hindernissen wie Baumstämmen, Steinen und Reifen aufgemotzt.