Gesprächsstoff lieferte Heikki Luukkonen gestern bereits vor dem Spiel. Der Trainer von Wiler-Ersigen verzichtete für die dritte Playoff-Viertelfinalpartie auf Matthias Hofbauer. Der Topskorer nahm zwar auf der Spielerbank Platz. Den Trainingsanzug entledigte er sich allerdings nicht.

«Kein Kommentar», gab sich Luukkonen in bester finnischer Manier wortkarg. Etwas gesprächiger zeigte sich Hofbauer. «Es handelt sich um eine Vorsichtsmassnahme.» Er habe nach der Partie am Samstag etwas verspürt, erklärte er geheimnisvoll. Ein Arztbesuch soll heute Klarheit über die Art der Verletzung schaffen. «Ich gehe aber davon aus, dass die Saison für mich noch nicht beendet ist.» Hofbauers Platz in der ersten Linie nahm Patrick Mendelin ein. Er selber übernahm die Funktion des Motivators an der Seitenlinie.

Kein Startfeuerwerk

Luukkonens Direktive barg in sich keine Überraschungen. Er verlangte von seinen Spielern denselben konzentrierten Beginn wie tags zuvor. Ein Startfeuerwerk bekamen die Fans im Forum in Sumiswald gestern jedoch nicht zu sehen. Beide Teams richteten ihr Spiel auf einer grundsoliden Verteidigung auf. Hochkarätige Torchancen hatten so Seltenheitswert. Paradoxerweise eröffnete Grünenmatt das Skore mit einem Treffer in Unterzahl. Dem Tor ging der einzige nennenswerte Stellungsfehler im ersten Abschnitt in der Hintermannschaft von SVWE voraus.

Fokus über 60 Minuten halten

Als Grünenmatt zu Beginn des zweiten Drittels den Druck erhöhte, war es mit der defensiven Souveränität beim Meister zunächst vorbei. Das Duo Flümann/Eskelinen erhöhte mit einer Triplette innerhalb von 230 Sekunden auf 4:1 und stellte den Meister nicht zum ersten Mal vor ernsthafte Probleme. Nicht zum ersten Mal hielt der Meister aber die passende Antwort bereit. Christoph Hofbauer, Esa Jussila und Adrian Zimmermann stellten den Gleichstand noch vor Ablauf der zweiten Sirene wieder her.

Was danach geschah, war das Abbild der bisherigen Serie. Kein Team vermochte sich entscheidend abzusetzen. Ein ständiges Auf und Ab, das schliesslich in der Verlängerung seinen emotionalen Höhepunkt erlebte. Daniel Sebek erzielte nach nur 24 Sekunden in der Overtime das Siegestor für die Platzherren. Luukkonen: «Grünenmatt hat eine hervorragende Equipe. Wenn wir die Serie gewinnen wollen, dann führt der Weg aber über uns selber. Wir müssen den Fokus 60 Minuten behalten.».