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Der Leader wackelt, fällt aber nicht – Trimbach gewinnt gegen Bellach

Trimbach gewinnt gegen ein über weite Strecken dominierendes Bellach 2:1. Mit dem Anpfiff ging die Post auf dem Trimbacher Leinfeld ab – aber in die Richtug, die man nicht erwartet hätte.

Es war nicht etwa 2.-Liga-Leader Trimbach, der angriff, sondern Bellach, das frech nach vorne marschierte. Aber Trimbach schien das gerade recht, denn die wenigen Konter deckten die Abstimmungsprobleme in der Verteidigung der Gäste erbarmungslos auf. In seiner ersten Aktion musste der neue Bellacher Goalie Samuel Willi knapp ausserhalb des Strafraums mit der Hand retten, was der Schiedsrichter aber nicht sah.

Beim zweiten Trimbacher Angriff gab es einen klaren Penalty von Mathias Mejeh an Jeton Krasniqi, den Claudio Rüedi souverän zum 1:0 verwertete. Beim nächsten Konter konnte Willi im Herauslaufen bei der linken Strafraumecke zunächst noch abwehren, aber der Ball fiel wieder Krasniqi vor die Füsse, der aus spitzem Winkel mit einem Lob über alle Verteidiger hinweg das 2:0 erzielte. Bei diesem Schuss war viel Glück dabei, aber schön anzusehen war die Aktion allemal.

Pech für Bellach in der nächsten Aktion, als André Zimmermann mit seinem Schuss nur den linken Pfosten traf. So war seine Mannschaft in der ersten Viertelstunde rund 10 Minuten am Ball, lag aber mit zwei Treffern zurück. Erst dann bekamen man die defensive Abstimmung in den Griff. Für den Anschlusstreffer brauchte es dann aber einen Penalty.

Den Schneid abgekauft

Zur zweiten Hälfte rückte Zimmermann aus dem Mittelfeld vor und stürmte über den linken Flügel. Der beste Mann auf dem Platz spielte geniale Pässe und powerte, dass es eine Freude war. Aber in der Mitte wurde aus Zimmermanns Bällen zu wenig herausgeholt. Bellach machte Druck, war weiterhin deutlich mehr am Ball, aber ein Tor wollte nicht gelingen. Obwohl der Leader nur noch selten über die Mittellinie kam, konnte er den knappen Vorsprung über die Zeit retten.

Bei Trimbach war die lange Verletztenliste deutlich spürbar, denn mit Dominik (Kreuzbandriss) und Sandro Schalt (Blinddarmoperation) sind zwei weitere Stammspieler ausgefallen. «Das soll keine Entschuldigung sein, ist aber eine Erklärung dafür, dass wir uns in der zweiten Halbzeit dominieren lassen mussten», meinte Trainer Werner Ulrich. «Sie haben uns mit ihrem Einsatz den Schneid abgekauf und der Sieg ist etwas glücklich, aber wer genau hingeschaut hat, der hat gesehen, dass unsere Verteidigung zwar unter Druck stand, aber eigentlich keine grossen Torchancen zuliess.»

Die fünf Schläger sind weg

Auch das Bellacher Kader war sehr knapp besetzt und als dritter Auswechselspieler stand sogar Assistenztrainer Armando Delle Fave auf dem Matchblatt. Und auch hier war das Trainigslager auf Gran Canaria schuld: Alle fünf Spieler, die in die unsägliche Schlägerei verwickelt waren, die schweizweit für Schlagzeilen gesorgt hatte, gehören nicht mehr zum Kader. Auf dem Rasen merkte man davon mit ausnahme der Abstimmungsprobleme in der Startphase aber nichts.

Die Bellacher kämpften ausgezeichnet und machten einen mannschaftlich geschlossene Eindruck. Wenn sie etwas torgefährlichere Stürmer hätten, dann wäre in Trimbach ein Sieg möglich gewesen. «Wir haben uns selber geschlagen», zog der neue Trainer Slobodan Banjalic seine Bilanz, «in der ersten Viertelstunde fehlte defensiv die Konzentration und wir haben zwei ganz dumme Tore kassiert.»

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