Gegen den krassen Aussenseiter aus Belp liess die Wotschakow-Truppe aus Zuchwil rein gar nichts anbrennen. Von Beginn weg war es ein Spiel, das die Richtung eigentlich nur durch die Seitenwechsel in der Pause änderte. Es war ein Klassenunterschied zwischen dem Leader und dem Schlusslicht. 6:0 lautete das harte Verdikt zur ersten Pause. Die Berner hatten nicht den Hauch einer Chance, dabei schlugen sie sich bisher in dieser Meisterschaft ganz ansprechend.

Topskorer sind im Hoch

Die Torschützen für Zuchwil Regio waren je zwei Mal Von Dach und Reber sowie Steiner und Leuenberger. Nach der ersten Pause liess der Druck der Solothurner ein wenig nach, Tore fielen allerdings auch im zweiten Abschnitt. Bis zum 9:0 trafen Blumenthal und erneut zwei Mal Von Dach. Letzterer traf insgesamt vier Mal und war mit seinem kongenialen Partner Pistolato (5 Assists und ein Tor) nicht zu stoppen. Die beiden Topskorer scheinen unter dem neuen, harten Trainer noch einmal besser geworden zu sein.

Captain bezahlte die Runde Bier

Im letzten Drittel galt es zuerst die Frage nach dem Bezahler der Bier-Kiste zu klären. Captain Pistolato übernahm verantwortungsvoll diese Aufgabe und markierte in der 41. Minute den zehnten Treffer zum «Stängeli». Danach traf Leuenberger noch zwei Mal und Stefan Wüthrich reihte sich ebenfalls noch in die Skorerliste ein. Zum Schluss hiess es 13:0 für Zuchwil Regio. Das Resultat war auch in dieser Höhe korrekt und unterstreicht die Leistungsdifferenzen in der Erstliga.

Zuchwils gute Transferpolitik

Nach fünf Matches mit 15 Punkten hat Zuchwil deutlich gezeigt, dass es in dieser Saison mindestens den Zentralmeistertitel ergattern will. Dazu hat die Crew um Präsident Ulrich auch im Sommer einen guten Job gemacht. Mit dem guten Verteidiger Brunner und den starken Stürmern Blatter, Leuenberger und Gfeller wurde das Team nochmals verstärkt. Vor allem Blatter und Leuenberger haben sich bisher für höhere Aufgaben sehr empfohlen. Weiter ist Ulrich mit Juri Wotschakow ein Glücksgriff gelungen. Der Russe an der Bande sagt zwar nicht viel, aber was er sagt, das hat Hand und Fuss. Er scheint das Team bisher optimal zu erreichen. Anders kann es nicht erklärt werden, warum Zuchwil in der laufenden Meisterschaft stets über 60 Minuten Druck auf den Rivalen ausübt.

Die Erfolgsaussichten für Zuchwil sehen rosig aus. Nun empfangen die Solothurner am kommenden Mittwoch den EHC Thun. Dieser hat in der Sommerpause aufgerüstet und scheint sich in der oberen Tabellenhälfte wacker zu behaupten. Ein erster richtiger Prüfstein für die Zuchwiler.