Unihockey

Der Karren kam nicht in Schwung

Der Karren kam nicht in Schwung.

Der Karren kam nicht in Schwung

Der Karren kam nicht in Schwung.

Die NLA-Männer von Wiler-Ersigen verlieren zu Hause gegen Alligator Malans mit 5:6.

Etwas ganz Neues sollte das erste Event-Wochenende sein; vor allem sollte es viele Leute anlocken. Floorball Köniz, Wiler-Ersigen und die Tigers aus Langnau trugen am vergangenen Wochenende ihre Meisterschaftsspiele alle in der Berner Wankdorfhalle aus – und ja, es kamen viele Leute. Mehr als 1300 waren es am Samstagabend. Zwar glich die Wankdorfhalle nicht einem Tollhaus, trotzdem verbreitete der Event ein wenig Glamour. Es hatte einen VIP-Bereich, auf der Tribüne tanzten die Cheerleader, und am Mikrofon unterhielt der Ex-Bagatello-Mann Michael «Grosi» Grossenbacher die Besucher.

Ach ja, es wurde auch Unihockey gespielt. Und man kann es vorwegnehmen, der Event brachte Wiler-Ersigen kein Glück. Am Schluss lagen sich die Alligatoren aus Malans in den Armen. Die Truppe von Trainer Thomas Berger fand über die gesamte Spieldauer den Tritt nicht. Es schien fast, als seien für die Wiler-Akteure in der Wankdorfhalle die Bälle etwas runder als in Zuchwil oder Kirchberg. Viel zu oft hüpfte dem unbehelligten Ballführenden der Ball einfach von der Schaufel; viel zu oft kamen auch die Pässe nicht an, und kaum einmal fand Wiler-Ersigen das Rezept gegen die gut organisierte Abwehr der Gäste aus Malans.

Zwar kombinierten sie immer wieder wacker, doch der letzte, tödliche Pass kam kaum mal an. Oder waren es nicht die Bälle, sondern schlicht und einfach die Nervosität, die Wiler-Ersigen hemmte und verwirrte? Denn nervös starteten sie in die Partie. Nach einigen Minuten stand es bereits 2:0 für die Gäste. Erst im zweiten Drittel kam Wiler-Ersigen in Trab. Es war zweimal Christoph Hofbauer, der innert 2 Minuten ausglich. Nun lief der Karren – glaubte man. Denn Wiler dominierte fortan das Spiel, doch die Tore schossen sie nicht. Es fehlte die Kreativität, und der letzte tödliche Pass kam entweder nicht an, oder der Angespielte verhedderte sich vor dem Tor.

Das Spiel blieb die unerwartet enge Kiste. Zwei Minuten vor Schluss war es immer noch Malans, das mit einem Tor in Front lag. Wiler-Trainer Thomas Berger nahm sein Time-out und ersetzte Torhüter Pascal Haab durch einen sechsten Feldspieler. Doch alles nützte nichts. Malans holte den glückhaften Auswärtssieg. Trotzdem, gestohlen sind die drei Punkte nicht. Wiler hätte gewinnen müssen, denn sie dominierten über weite Strecken das Spiel. Malans war aber defensiv einfach gut organisiert und in der Offensive äusserst kaltblütig.

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