«Jeder Spieler hat sich persönliche Ziele gesetzt», sagt Olivier Schrämmli. Dabei handle es sich um Kleinigkeiten, die sich beispielsweise auf die anstehende Partie beziehen. «Wir arbeiten heuer mehr im Moment», erklärt der 46-jährige Oltner.

Dieser Schritt sei eine Konsequenz aus den gemachten Erfahrungen der vergangenen Jahre. «Konnten wir ein Ziel nicht wie gewünscht verfolgen, stieg der Druck. Und der Versuch, die Saison von Spiel zu Spiel anzugehen, klappte ebenfalls nicht», so Schrämmli.

Er betont aber umgehend, dass deshalb kein Blindflug resultieren werde. Stattdessen soll ein Ziel im Laufe der Qualifikation festgelegt werden. «Und ich erwarte schon, dass jeder Spieler die Playoffs als Minimum im Hinterkopf hat.»

Beinahe unverändert präsentiert sich hingegen die Situation abseits des Feldes. Weil beim IHC Rothrist die Suche nach einem Nachfolger für den im Juni zurückgetretenen Trainer Manfred Bader bisher nicht von Erfolg gekrönt war, steht – wie bereits letzte Saison – Olivier Schrämmli als Übergangslösung an der Bande.

Er erhält jedoch Unterstützung in Form eines Trainerstabs, der ihn entlasten und den Aufwand auf mehrere Schultern verteilen soll. «Bis auf weiteres üben wir das Amt deshalb in dieser Form aus», erklärt Schrämmli.

Trotz der nicht restlos geklärten Trainerfrage sagt Olivier Schrämmli, dass der IHC Rothrist für die neue Saison gewappnet sei. «Die Vorbereitung verlief positiv. Wir haben nicht nur im Inlinehockey, sondern auch viel im Konditionsbereich gearbeitet», sagt er.

Die neuen Trainingsmethoden

Seit Anfang Januar absolvierten die Rothrister drei Trainings pro Woche. Auf dem Programm standen neben Ausdauerübungen und Einheiten in der Vordemwalder Rollhockeyhalle auch Besuche in einem Crossfit-Studio. «Uns wurden neue Methoden aufgezeigt, das wirkte sich automatisch steigernd auf die Motivation aus», sagt Schrämmli.

Zudem nutzte der Schweizer-Cup-Sieger von 2012 auch die Dienste eines Mentaltrainers, der mindestens bis im Sommer in Kontakt mit der Mannschaft bleibt.

Abgeschlossen wurde die Vorbereitungsphase letzte Woche mit einem viertägigen Trainingslager in Wimmis. Am Thunersee legte Olivier Schrämmli den Schwerpunkt nochmals auf das Festigen von Automatismen.

Gleich sieben Neuverpflichtungen

Schliesslich sind mit den Brüdern Roman, Samuel und Andrin Pfranger sowie Gian Amstutz, Thomas Rösch, Mike Hofer und Patrick Humm gleich sieben neue Spieler zum IHC Rothrist gestossen.

«Ich wollte alle auf den gleichen Stand bringen, obschon sich taktisch im Vergleich zur letzten Saison nicht viel geändert hat», sagt Schrämmli. Weil das Kader durch die zahlreichen Zuzüge in der Breite markant gewachsen ist, kann der Rothrister Interimscoach nun mit vier Blöcken antreten.

«Im letzten Jahr waren wir teilweise sehr schmal aufgestellt, sogar ich musste sechs ungeplante Einsätze als Spieler leisten», sagt Schrämmli, «jetzt besteht eine gesunde interne Konkurrenz.»