Handball-Cup

Der HV Olten sorgt wenigstens für einen Hauch von Nervosität

Das NLA-Team von Wacker Thun liess beim Cup-Sechzehntelfinal-Duell gegen den Erstligisten HV Olten nichts anbrennen und gewann 32:21. Aber zu Beginn der zweiten Halbzeit waren die Oltner nahe dran, den klaren Favoriten wenigstens ein wenig ins Schwitzen zu bringen.

Was braucht es, damit ein Erstligist ein NLA-Team im Handball in Bedrängnis bringen kann? Viel. Viel zu viel. Eigentlich ist es ein Ding der Unmöglichkeit. Das mussten auch die Spieler des HV Olten in ihrem Cup-Sechzehntelfinal gegen Wacker Thun feststellen. 32:21 lautete das finale Verdikt zu Gunsten der Berner Oberländer. Wer das Spielfeld als Sieger verlassen würde, stand nie in Zweifel. Dennoch durften die Oltner am Ende Stolz sein auf ihren Auftritt vor den gut 250 Zuschauern in der Stadthalle.

Der Klassenunterschied in den wichtigen Momenten

Ja, es gab sogar Phasen, da zeigte sich die Mannschaft von Trainer Hanspeter Arnold von ihrer besten Seite. Zum Beispiel zu Beginn der zweiten Halbzeit, als man während ein paar Minuten sogar die Chance hatte, bis auf drei Treffer an die Thuner heranzukommen. Doch genau in diesen Momenten zeigt sich der Klassenunterschied. Während der HVO die Gelegenheiten verpasste, die Gäste vielleicht noch einen Hauch nervöser zu machen, fanden diese Kraft ihrer Routine wieder den Tritt und zogen innerhalb kürzester Frist wieder davon. Aus einem 16:20 nach 41 Minuten wurde zwölf Zeigerumdrehungen später ein 17:28.

«Wir konnten fünf bis sechs Minuten mithalten, aber mit der Zeit macht sich der Klassenunterschied halt schon bemerkbar. Vor allem punkto Physis hat man grosse Unterschiede bemerkt», zog HVO-Trainer Hanspeter Arnold Fazit. In der Tat war weniger die spielerische, sondern die körperliche Differenz augenfällig. Wenn die Thuner konsequent verteidigten, dann gab es für die Oltner kaum einmal ein Durchkommen. «Aber letztlich bin ich sehr stolz auf meine Mannschaft. Wir haben uns sehr gut geschlagen», zeigte sich Arnold zufrieden. Im Wissen, dass ein solcher Gegner im Handball normalerweise ausser Reichweite ist. «Ihre Abgeklärtheit und Routine sind enorm gross im Vergleich zu unseren teilweise sehr jungen Spieler», unterstrich Arnold.

Wertvolle Einsatzzeit für alle Spieler

Der Oltner Trainer nutzte die Gelegenheit, um allen seinen Akteuren in diesem Duell gegen den Goliath aus Thun ordentlich Einsatzzeit zu gewährend: «Mir war wichtig, dass alle zum Einsatz kommen und ein positives Erlebnis mitnehmen können für den weiteren Verlauf der Saison. Darum ging es für uns letztlich.»

Der HV Olten hat in der Meisterschaft dort weitergemacht, wo man beim coronabedingten Abbruch der Meisterschaft im März aufgehört hat. Man steht in der 1. Liga nach drei Spieltagen an der Spitze. Arnold: «Wir sind gut unterwegs. Hoffentlich geht es so weiter.»

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