«Langenthal liegt zwar im gleichen Kanton, doch es ist zu weit weg von uns, als dass eine Derbystimmung entstehen könnte», klärt Heiniger auf. Und nicht nur die geografische Lage, sondern auch die Ambitionen sind unterschiedlich: Langenthal, das mit einem jungen und talentierten Team spielt, will ganz vorne mitmischen, der HBC Büren hingegen kämpft um seine Existenz. Primäres Ziel der Seeländer ist es, langfristig in der 2. Liga zu verbleiben. Und dafür setzt man auf den Nachwuchs: Auf die neue Saison hin ist Bürens U19 gestrichen worden, um möglichst viele junge Spieler in die erste und zweite Mannschaft zu integrieren. Nach anfänglichen Startschwierigkeiten hat sich das Team mittlerweile gefunden. «Wir haben eine gute Mischung zwischen Routiniers und jungen Spielern», ist Heiniger überzeugt.

Der Reiz eines jungen Kaders

Und tatsächlich: In der ersten Spielhälfte sahen die Zuschauer ein stark auftretendes Büren, dass die Langenthaler-Offensive in Schach halten konnte und im Spiel nach vorn die nötige Geduld zeigte. Die 10:9-Führung zur Pause war die Folge. In der zweiten Halbzeit leerten sich die Energiereserven der Seeländer jedoch allmählich - die Fehler häuften sich und Langenthal wusste Profit daraus zu schlagen.

So erlangten die Oberaargauer die Führung. Zwar zeigten die Gastgeber Charakter und kämpften sich mehrere Male zurück, doch die Niederlage war nicht mehr abzuwenden: Langenthal gewann am Ende verdient mit 24:20.

Aufstieg ist kein Thema

André Bichsel, der Trainer von Langenthal, fand nach Spielschluss lobende Worte für sein Team: «Die Defense hat während der gesamten Spielzeit stark gespielt. Zu Beginn fehlte im Angriff noch die Geduld vor dem Tor, doch nach der ersten Halbzeit hat auch das geklappt.» Dank dem Sieg über Büren hat sich Langenthal nun auf dem zweiten Tabellenrang festgesetzt. Doch momentan ist der Aufstieg noch kein Thema.

In seiner ersten Saison als Trainer lautet Bichsels Saisonziel, die Mannschaft weiterzubringen. «Wenn wir am Ende um den Aufstieg spielen, dann nur zu. Aber das hat noch Zeit», sagt der Routinier, der zuvor 13 Jah-re für Suhr gespielt hat und danach sieben Saisons als Spielertrainer bei Olten tätig war. «Das Team wird sicher noch fünf Jahre in ähnlicher Form beisammen bleiben. Das ist genug Zeit, um etwas aufzubauen. Das hat mich an Langenthal gereizt», erklärt Bichsel abschliessend.