Leuenberger, dieser Name lässt das Herz jedes Eishockey-Fans höher schlagen. Diese Hockey-Dynastie hat schon die ganze Liga aufgemischt und mit dem SC Bern Grosses erreicht. Die zwei erfolgreichsten Spieler waren Hugo und Sven Leuenberger, beide wurden mit dem SCB viermal Meister. Aber auch Lars (einmal) und Marc Leuenberger (zweimal) holten mit den Mutzen schon den Meisterkübel.

Angebote aus der NLA

Keine einfache Sache, im ganzen Leuenberger Wirrwarr den Überblick zu behalten. Hugo ist übrigens der Vater von Marc, Sven und Lars sind seine Cousins. Und dieser Marc spielt seit dieser Saison beim SC Langenthal in der NLB – davor verteidigte er während elf Saisons und 482 Partien in der höchsten Spielklasse.

Der Berner hätte noch Angebote aus der NLA auf dem Tisch gehabt. Aber er entschied sich der Familie und des Berufes zuliebe für die NLB und für den SC Langenthal. «Ich habe diesen Wechsel nie als Rückschritt angeschaut. Mein Ziel war es nicht in der NLB noch die Beine etwas auszuschütteln. Ich will jeden Tag Vollgas geben», sagt Marc Leuenberger.

Hugo heisst eigentlich Marc

Alle nennen ihn übrigens nur Hugo – auch beim SCL. Es war im Jahr 1997 als Brian Lefley beim SCB Trainer war. Marc Leuenberger durfte erstmals mit der ersten Mannschaft trainieren. Und Lefley erinnerte sich an harte Duelle mit Marcs Vater Hugo und «taufte» so den jungen Marc kurzerhand in Hugo um. Diesen Spitznamen ist er bis heute nie mehr losgeworden.

Mehr als ein Jahrzent hat Marc Leuenberger auf der grossen Schweizer Hockey-Bühne getanzt. Als «Chrampfer», als Mann für die Drecksarbeit. Er ist einer jener Spieler, die von den Fans weniger wahrgenommen werden, dafür umso wertvollere Arbeit für das Team erledigen. Nun ist er nach Engagements bei Bern, Langnau und Fribourg in der NLB in Langenthal gelandet. Gemeinsamkeiten zwischen der PostFinance-Arena in Bern und dem Schoren hat er bereits festgestellt. «Beide haben ein Eisfeld», sagt er und lacht. Speziell war auch sein erster Auftritt bei den GCK Lions vor 200 Zuschauern. «Dort hört man einander dafür auf dem Eis.»

Der Meistertitel bleibt unvergessen

Der Meistertitel 2004 mit dem SCB bleibt für den 32-Jährigen unvergessen. Echte Männerfreundschaften sind entstanden. So ist Leuenberger heute Götti beim Nachwuchs von Goalie Marco Bührer und umgekehrt. «Damals haben sie uns nach dem Titelgewinn einen neuen Bus nach Lugano geschickt. Das hätten sie besser nicht tun sollen», sagt er und lacht.

Beim SCL will der Defensiv-Spezialist «weiter so konstante Leistungen sehen und endlich einmal die Playoff-Viertelfinals überstehen». Seine Rolle im Team ist klar: Führen der jungen Verteidiger-Kollegen. Das Team harmoniere sehr gut. «Wir mussten zur Teambildung nicht oft Bowlingspielen oder Fondueessen gehen. Das ist ein gutes Zeichen.»