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Der HC Laupersdorf legt einen Fehlstart hin zum Saisonstart

Zum Auftakt der Nationalliga A setzt es gleich zwei Niederlagen gegen Embrach (3:9) und Tuggen (3:4 nach Verlängerung) ab. Panik kommt allerdings noch nicht auf, denn beide Gegner gehören zur Spitze.

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Laupersdorf-Keeper Bruno Gautschi wird oft im Stich gelassen.

Laupersdorf-Keeper Bruno Gautschi wird oft im Stich gelassen.

Solothurner Zeitung

Mit den Keyplayers aus Embrach hatte Laupersdorf noch eine offene Rechnung aus dem letztjährigen Halbfinal zu begleichen: Damals setzten sich die Zürcher durch und holten sich den ersten Meistertitel ihrer Vereinsgeschichte. Den besseren Start erwischte denn auch der Titelverteidiger, der immerhin schon ein Meisterschaftsspiel bestritten hatte. Nach fünf Minuten stand es bereits 2:0 für Embrach. Spielerisch konnte Laupersdorf zu Beginn gar nicht schlecht mithalten, insgesamt und vor allem in der Startphase verzeichneten sie mehr Torschüsse. Embrach zeigte sich aber deutlich effizienter.

Dem HCL gelang zwei mal der Anschluss, Diego Schwarzenbach verkürzte auf 1:2 und später auf 2:3. Mit einem Tor in Unterzahl und einem einem Doppelschlag zog Embrach allerdings auf 2:6 davon. Das dritte Laupersdörfer Tor durch André Bobst brachte nochmals Hoffnung zurück, allerdings nur für kurze Zeit. Die Solothurner wirkten vor allem in der Defensive sehr durchlässig, kamen oft den berühmten Schritt zu spät und standen meistens zu weit weg vom Gegner. «Da es für uns das erste Spiel war, wollten wir den Gegner das Spiel machen lassen», befand Spielertrainer Roger Ackermann eine Erklärung für die Passivität der Laupersdörfer. So ging das Spiel immer mehr an den Laupersdörfern vorbei. Die Keyplayers wussten diese Freiheiten zu nutzen und erzielten drei weitere Treffer zum klaren 9:3-Sieg.

Guter Start, schwacher Schluss

Fulminant war Laupersdorf ins Spiel gegen Tuggen gestartet, nach einer Viertelstunde lag man bereits 3:0 in Front. Mit Roger Ackermann, Boris Schwarzenbach und Adrian Gerber hatten drei verschiedene Spieler getroffen. Nur noch zwei Sekunden waren in der ersten Halbzeit zu spielen gewesen, als man Tuggen den ersten Treffer zugestehen musste. Dieses ärgerliche Gegentor schien den HCL etwas aus der Bahn geworfen zu haben, nach der Pause kam Tuggen auf 2:3 heran. Laupersdorf fing sich und nahm das Zepter wieder in die Hand. Gefährlich wurde es allerdings bei Strafen.

Tuggen hatte insgesamt von vier Überzahlsituationen deren drei erfolgreich nutzen können, so auch fünf Minuten vor Schluss zum Ausgleich. Ganz anders Laupersdorf. In der Schlussphase bot sich die Gelegenheit, in Überzahl die Entscheidung herbeizuführen. Coach Ackermann bezog sein Timeout, um letzte Anweisungen zu geben. Allerdings erfolglos. Als André Bobst in der Verlängerung eine (gerechtfertigte) Strafe kassierte, war das Schicksal der Laupersdörfer dann schnell besiegelt: Vetter schoss Tuggen zum Sieg. Der HCL musste sich damit abfinden, einen Dreitore-Vorsprung aus der Hand gegeben zu haben. Immerhin war eine Leistungssteigerung gegenüber dem ersten Spiel zu sehen. Die Laupersdörfer wirkten aktiver und motivierter als noch gegen Embrach.

Zu seinem NLA-Debüt war an diesem Wochenende Dino Schaad gekommen. Der 20-Jährige absolviert zwar momentan die Rekrutenschule und kann nur wenig trainieren. Trotzdem überzeugte er bei seinen ersten beiden Spielen vor allem mit «defensiver Zuverlässigkeit», wie Trainer Spielertrainer Ackermann nach den beiden Spielen befand. Selber sieht der junge Verteidiger schon noch Potenzial: «Ans höhere Tempo der Nationalliga A muss ich mich noch gewöhnen.»

Insgesamt zeigt er sich aber mit seinem Einstand zufrieden. Panik nach dem verhaltenen Saisonstart bricht weder bei Schaad noch bei Ackermann aus – im Kampf um die Playoffs müssen Punkte vor allem gegen schwächere Teams geholt werden. Dazu zählen Tuggen als letztjähriger Qualifikationszweiter und Embrach als Meister bestimmt nicht.