Der HC Laupersdorf krönt seinen beeindruckenden Steigerungslauf in der NLA mit dem Gewinn des fünften Meistertitels in der Klubhistorie. In der diesjährigen Qualifikation hatten die Thaler noch ungewohnt viel Mühe bekundet. Der Serien-Qualifikationssieger aus den letzten Saisons konnte nur 5 der insgesamt 14 Meisterschaftsspiele für sich entscheiden und musste lange um den Einzug in die Playoffs der besten vier Teams zittern.

Schliesslich schafften es die Laupersdörfer mit einem Vorsprung von zwei Punkten auf den Tabellenfünften IHC Rüschlikon Piranhas ins Meisterrennen. Qualisieger Embrach sammelte in der ersten Phase der Meisterschaft stolze 13 Punkte mehr als der HCL. 92 Tore erzielten die Embracher in der Quali, Laupersdorf glückten gerade mal 58 Treffer. Im Halbfinal-Hinspiel im Oltner Kleinholz wurden die Keyplayers Embrach ihrer Favoritenrolle denn auch gerecht: 5:3-Sieg. Doch die Laupersdörfer schafften auswärts die Wende. Schlup erzielte in der 34. Minute das 6:3 für den HCL und stürzte dadurch den Qualisieger.

Vor einem Jahr noch hatte Embrach im Final gegen den HC Laupersdorf gesiegt. Nachdem dieser die Qualifikation auf dem ersten Platz beendet hatte. Der Meister von 2015 war somit entthront. Doch diese Saison ist es der HCL, der sich in der entscheidenden Phase noch einmal steigern konnte. Auch der Zweite der Qualifikation, Rolling Stoned Tuggen, vermochte nicht zu verhindern, dass die Thaler auf den NLA-Thron zurückkehrten.

Grundstein mit Heimsieg gelegt

Der HC Laupersdorf musste auch im Final zuerst daheim ran. Den Gästen aus dem Kanton Schwyz gelang im Hinspiel vom Samstag das erste Tor des Finals. Boris Schwarzenbach glich die Partie in der 14. Minute wieder aus. Mit einem Shorthander legte Tuggen in der 25. Minute zum zweiten Mal vor, doch Schlup stellte knapp zehn Minuten später den Gleichstand wieder
her. Zum Matchwinner für die Laupersdörfer avancierte am Ende Roger Ackermann mit dem Siegtor in der 41. Minute.

Im Rückspiel in Kaltbrunn keine 24 Stunden später war also der Gastgeber Rolling Stoned Tuggen unter Zugzwang. Noch mehr, als Adrian Gerber Laupersdorf in Führung schoss (23.). Tuggen schaffte die Reaktion: Mit zwei Toren innerhalb von drei Minuten drehten die Schwyzer das Spiel. Nach der Pause war es Ex-EHC-Olten-Crack Diego Schwarzenbach, der die Laupersdörfer wieder auf Meisterkurs brachte. Bei seinem erst sechsten Einsatz in dieser Saison traf er in der 33. Minute zum 2:2 und in der 41. zum 4:2.

Exakt 59 Sekunden nach Schwarzenbachs erstem persönlichen Treffer hatte Andi Zehnder das 3:2 erzielt. Tuggen musste somit früh alles riskieren. Dies nutzte Bruno Blatter in der 45. und der 50. Minute zu zwei weiteren Treffern. Mit seinen fünf Toren und zwei Assists machte sich Blatter zum Playoff-Topskorer. Zweitbester Punktesammler des frischgebackenen Schweizer Meisters 2017 ist Diego Schwarzenbach mit zwei Toren und vier Vorlagen.