Mit einem starken Endspurt konnte sich Italgrenchen sportlich gerade noch in der Solothurner 2. Liga behaupten. Seither sind drei Wochen vergangen und nun ist die «Gruppo Sportivo» doch noch in die 3. Liga abgestiegen – und zwar freiwillig. «Einige Spieler haben den Verein verlassen und wir mussten die Situation realistisch beurteilen», erklärt Vizepräsident Massimiliano Faga den Vorstandsbeschluss. «Als wir uns im letzten Moment doch noch retten konnten, hatten sich viele Spieler bereits für einen anderen Verein entschieden. Wir werden deshalb jetzt einige Junioren ins Kader einbauen. Für diese wird es in der 3. Liga einfacher, sich zu etablieren.»

In der vergangenen Saison sei es für Italgrenchen schlecht gelaufen, «das sorgte für Verunsicherung in der Mannschaft.» Die lange unsichere Situation bezüglich der Ligazugehörigkeit erschwerte die Kaderplanung sowie die Trainerrekrutierung. Daran habe auch der Erfolg in letzter Sekunde nichts mehr ändern können. Trotzdem sei dieser strategische Entscheid dem «Comitato» nach 13 Jahren in der Solothurner 2. Liga und einem in der 2. Liga inter nicht einfach gefallen. «Aber das Risiko, fast immer zu verlieren und dabei unsere Junioren zu verheizen, war uns einfach zu gross», sagt Massimiliano Faga.

Deitingen nimmt Geschenk an

«Wir hätten es lieber sportlich geschafft», kommentiert Roland Christen, Sportchef beim FC Deitingen, die Tatsache, dass Deitingen nun plötzlich doch nicht absteigt. «Viel hat uns ja nicht gefehlt.» Weil die Leistungsträger dem Team treu bleiben, sei der Entscheid, das Geschenk anzunehmen, leicht gefallen. «Für den Verein wäre es durchaus akzeptabel gewesen, wenn wir nächste Saison in der 3. Liga gespielt hätten. Nachdem sich aber die Mannschaft deutlich für die 2. Liga ausgesprochen hatte, entschied sich der Vorstand ebenfalls dafür.» Er habe dies dem Solothurner Fussballverband (SOFV) telefonisch mitgeteilt, als ihm Itals freiwilliger Abstieg gerüchteweise zu Ohren gekommen ist. Schade findet Christen nur, dass der FC Deitingen vom SOFV bis heute keine offizielle Bestätigung erhalten hat.