1. Liga
Der Fluch von Sursee konnte erneut nicht gebändigt werden

Der FC Wangen unterliegt im Stadion Schlottermilch mit dem knappsten aller Resultate 0:1.

Edgar Straumann
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Konzentrierter Einmarsch der Wangner im Stadion Schlottermilch von Sursee, zu einem Punktezuwachs reichte es aber erneut nicht.

Konzentrierter Einmarsch der Wangner im Stadion Schlottermilch von Sursee, zu einem Punktezuwachs reichte es aber erneut nicht.

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Vor einer Woche jubelten die Wangner beim gewonnenen Cup-Qualifikationsspiel in Locarno. Wie im Tessin reichte auch diesmal ein einziges Tor für den Sieg, mit dem Unterschied, dass nicht die Besucher, sondern die Platzherren das bessere Ende für sich behielten. Schon in der vergangenen Saison, fand der FC Wangen kein Mittel, um gegen den FC Sursee zu gewinnen. 0:2 und 1:3 lauteten damals die Resultate.

Es scheint, dass für Sursee Trainer Heiri Eggerschwiler sein ehemaliger Club so etwas wie ein Lieblingsgegner geworden ist, konnte er nun doch zum dritten Mal in Folge mit seinen Team jubeln. Die Frage sei erlaubt, ob die Wangner so etwas wie ein Sursee Komplex haben, waren sie doch auch diesmal dem Gegner spielerisch und anteilmässig nicht unterlegen. Doch wer kein Tor erzielt, kann nun einmal kein Spiel gewinnen. So einfach ist es nun mal im Fussball. Man kann auch von Glück oder Pech, je nach Gesichtspunkt, sprechen. Aber, so war doch vor Wochenfrist von Seiten des FC Wangen zu hören, dass Glück auch erzwungen werden kann.

Zwar hatte man nie und nimmer den Eindruck, die Wangner hätten nicht an einen Erfolg geglaubt. Am Kampf und Einsatzwillen hat es nicht gelegen. Das grosse Problem zeigte sich aber erneut ganz klar. Es fehlt dem Team von Willy Neuenschwander ein Vollstrecker, oder wie es schon schön in der Fussballsprache heisst, ein «Knipser».

Es schien kaum, dass die Wangner ängstlich oder vorsichtig in die Partie stiegen, schon gar nicht mit einem Komplex behaftet. Die Möglichkeit, ihre Offensivbemühungen mit einem Erfolg abzuschliessen, hatte Dragan Gyorgiev nach etwas mehr als zwanzig Minuten Spielzeit. Für einmal suchte er aber den Abschluss zu früh und verzog seinen Schuss. Nur vier Minuten später schien er erfolgreicher abschliessen zu können.

Aus spitzen Winkel brachte er aber den Ball nicht an Torhüter Peterhans vorbei. Die Gäste waren ganz klar tonangebend, aber eben, an der gegnerischen Strafraumgrenze waren sie am Ende ihres Lateins. So dauerte es mehr als eine halbe Stunde, ehe auch die Gastgeber, nach einem unnötigen Ballverlust von Avni Halimi im Mittelfeld, zu ihrer ersten Tormöglichkeit kamen. Doch auch die Luzerner sündigten im Abschluss.

Traumtor zum Sieg

Nach dem Seitenwechsel übernahm Jordan Otomo den Posten vom Sandro Husi. Doch dieser Wechsel brachte auch nicht die erhoffte Wirkung. Die Platzherren schienen sich nun erfolgreicher auf die Spielweise der Besucher eingestellt zu haben, vermochten sie doch mehr Offensivkraft zu entwickeln. So musste schon bald Marco Häfliger eine heikle Situation ausbügeln. Das alles entscheidende Tor fiel in der 53. Minute. Aus einer Entfernung von 20 Metern gelang es Souto, einen Freistossball genau ins Lattenkreuz zu zirkeln. Ein sehenswertes Tor allemal.

Die Wangner schienen diesen Rückstand nach etwas mehr als einer Stunde Spielzeit ausgleichen zu können. Patrik Dibrani wurde im Strafraum gelegt. Der Pfiff des Schiedsrichters blieb nicht aus. Doch nicht wie wohl von allen erwartet um einen Strafstoss zu verhängen, sondern wegen einer angeblichen Schwalbe die gelbe Karte an Dibrani zu zücken. Ein mehr als nur fragwürdiger Entscheid!

Was nun folgte, war ein eigentliches Powerplay der Besucher. Doch mit allen Kräften verteidigten die Einheimischen den knappen Vorsprung mit Erfolg. Auch Captain Hajdari, der in den Sturm vorrückte, konnte nichts mehr ändern, blieb doch ein guter Abschlussversuch an der vielbeinigen Abwehr hängen.

Sursee – Wangen 1:0 (0:0)

Stadion Schlottermilch. - 180 Zuschauer. - SR: Mark Mischler. - Tor: 53. Souto 1:0.

Sursee: Peterhans; Wyder, Bieri, Souto, Huber; Hasanovic, Bernet, Kronenberg, Haziri (89. Dzombic); Graf (93. Ehrler), Pinto (76. Liloia).

Wangen: Häfliger; Moser, Heuscher, Hajdari, Zimmerli; Nabarro, Gustavo, Dibrani (85. Tahiri), Husi (46. Otomo), Halimi (64. Gashi), Gyorgiev.

Bemerkungen: Sursee ohne Trost und Peter (beide verletzt), Kottmann und Duarte abwesend. Wangen ohne Brown ,Preniqi und Binaku (alle verletzt), Quinjica (gesperrt), Bekteshi (Rekonvalaszent). Verwarnungen: 51. Nabarro (Abstand), 61. Dibrani (Schwalbe), 63. Hajdari (Reklamieren), 72. Pinto (Foul). Cornerverhältnis 2:3.

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