Fussball 1. Liga

Der FC Wangen schlägt Favorit Baden verdient mit 1:0 und klettert über den Strich

Jubel bei Wangen nach dem Sieg gegen Baden.

Jubel bei Wangen nach dem Sieg gegen Baden.

In einem knappen Spiel gehen die Wangner als Sieger vom Platz. Der entscheidende Treffer fällt erst in der 88. Minute, da Patrik Gjidoda kam, sah und skorte.

Die letzte Partie in diesem Jahr stand für den FC Wangen unter besonderer Beobachtung. Nicht weil der Gegner als Tabellenzweiter klar zu favorisieren war, sondern vielmehr, weil der auf diese Saison neu verpflichtete Trainer, Salvatore Romano, nicht mehr an der Seitenlinie stand. Das Coaching wurde für diese Begegnung Assistenztrainer Bejtush Rrustolli übertragen.

Weshalb es zur Trennung vom bisherigen Chefcoach kam, ist leicht auszurechnen, zeigt doch die Tabellenlage der Wangner mit dem vorletzten Platz ein nicht wünschenswertes Bild. Weil die Situation aber nicht hoffnungslos ist, der punktemässige Abstand nach vorne gering ist, zog man so etwas wie die Reissleine. Das heisst, wie meistens in solchen Fällen, der Trainer musste über die Klinge springen, in der Hoffnung, neuen Schwung und nicht zuletzt auch frische Motivation in die Mannschaft bringen zu können.

Dem übermachtigen Gegner getrotzt

Von einem Tag auf den anderen kann natürlich nicht die Wende zum Besseren erwartet werden, kann doch ein Trainerwechsel an einer Mannschaft nicht spurlos vorüber gehen. Doch wie der FC Wangen in diese Partie gestiegen ist, kann sicher nicht gesagt werden, der Abgang von Romano hätte sich negativ ausgewirkt. Die Gastgeber zeigten überhaupt keinen Respekt vom, zumindest was die Papierform erwarten liess, übermächtigen Gegner. In der ersten Halbzeit war sogar eine leichte Feldüberlegenheit der Einheimischen festzustellen.

Torhüter Marco Häfliger wurde erst nach zwanzig Minuten erstmals geprüft, wobei er keinerlei Unsicherheiten zeigte. Auf der Gegenseite zeigten die Gastgeber mehr Angriffsfussball und kamen auch zu Chancen. Ein toller Angriff der Wangner in der 23. Minute konnten die Badener gerade noch in einen Corner ablenken. Und die Einheimischen powerten weiter, hatten aber im Abschluss Pech oder fanden in Torhüter Inaner einen stets am richtigen Ort stehenden Schlussmann. Mit dem torlosen Habzeitstand konnten bestenfalls die Gäste zufrieden sein.

Das änderte sich nach dem Seitenwechsel. Scheinbar mussten die Badener eine Gardinenpredigt über sich ergehen lassen, kamen sie doch wesentlich aggressiver aus den Kabinen. Nun konnten sie sich vermehrt in der Platzhälfte der Einheimischen festsetzen. Ein ungenügendes Abwehrverhalten der Wangner konnten sie jedoch nicht ausnützen. In der Folge erholten sich die Gastgeber wieder und schlossen wieder  an die Leistung der ersten Spielhälfte an.

Nach etwas mehr als einer Stunde Spielzeit vergab Hasan Ates eine gute Möglichkeit, sein Team in Führung zu bringen. Auch Goran Antic im Badener Dress ging es nicht besser. Eine der eher seltenen guten Tormöglichkeiten der Besucher vergab auch er. Es waren wieder die Wangner, denen das erste Tor dieser Partie zuzutrauen war. Doch Cvetan Churlinov und erneut Hasan Ates vergaben gute Chancen. Wem würde der Lucky Punch noch gelingen?

Diese Frage stellten sich die Fans beider Mannschaften. Interims- und Assistenztrainer Bejtush Rrustolli bewies ein glückliches Händchen, indem er für den glücklosen Labinot Aziri Patrick Gjidoda für die letzten zehn Minuten aufs Feld schickte.

Fünf Minuten vor Spielende schien der Führungstreffer für die Wangner doch noch zu fallen. Dragan Gyorgiev konnte alleine losziehen, schob den Ball am herauslaufenden gegnerischen Torhüter, aber auch am verlassenen Tor vorbei. Zwei Minuten vor Ablauf der regulären Spielzeit erschall aber doch noch grosser Torjubel. Patrick Gjidoda donnerte den Ball unhaltbar ins gegnerische Netz.

Für seinen überschwänglichen Jubel nahm er sogar eine gelbe Karte in Kauf. Doch was solls, sein spätes Tor war diese Karte wert.

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