Die verloren gegangene Cup-Partie gegen Münsingen hatte noch personelle Auswirkungen, da Standardtorhüter Marco Häfliger nach seinem Platzverweis mit zwei Spielsperren belegt wurde. Ersatztorhüter Marco Bättig wurde erstmals in die Startformation berufen. Eine gewisse Nervosität beim jungen Schlussmann mag wohl dazu beigetragen haben, dass die Einheimischen schon recht früh in Rückstand gerieten. Bei einem Angriff der Basler verliess Bättig, nicht unbedingt zwingend, sein Tor und verfehlte dabei den Ball. Florina Hengel hatte in der Folge überhaupt kein Problem, die Kugel ins verlassene Tor zu schieben.

Das Spiel begann dadurch für die Gastgeber so, wie man es grundsätzlich hatte vermeiden wollen. Man versuchte zwar, den Schaden möglichst schnell zu korrigieren, wobei bei der Angriffsauslösung einige Mängel, wie ungenaues Zuspiel und auch Klein-Klein-Spiel nicht zum erhofften Erfolg führten. Noch vor Ablauf einer halben Stunde Spielzeit hatte Avni Halimi mit seinem Kopfball, der knapp über die Querstange strich, gleiches Pech wie der wiedergenesene Nils Wernli mit seinem Pfostenschuss kurz vor dem Halbzeitpfiff. Doch auch die Gäste kamen zu ihren Möglichkeiten, zeigten aber auch gewisse Abschlussschwächen. So zielten sie gleich zweimal kurz nacheinander neben den Wangner Kasten.

Gleich nach Wiederbeginn bewies Marco Bättig seine zweifelsohne vorhandenen Torhüterqualitäten, blieb er doch in einem Duell siegreich. Wenig später brachte Torschütze Florian Hengel den Ball ebenfalls nicht am Wangner Keeper vorbei. Eine Massflanke von rechts verpasste Douglas in guter Position und der vermeintliche Ausgleich wurde wegen angeblicher Abseitsstellung nicht gegeben. Der Druck der Wangner nahm stetig zu. Mitten in dieser Periode jubelten aber die Gäste. Ein Rückpass zehn Minuten vor Ablauf der regulären Spielzeit an den Wangner Torhüter vertändelte dieser auf stupide Art, sodass Marc Troller von diesem Fehler profitierte und das 0:2 bewerkstelligte.

Die Körpersprache des bedauernswerten Torwartes war unmissverständlich. Er wäre wohl am liebsten in den Erdboden versunken. Doch seine Kameraden bewiesen Charakter, indem sie auch nach diesem Missgeschick nicht aufgaben. Auch als Aussenverteidiger Sascha Kokanovic, der von Florin Hengel sanktionslos buchstäblich k.o. gesetzt wurde, liessen sie sich nicht erschüttern. In der 83. Minute hämmerte Douglas einen Ball an die Querstange. Den Abpraller versenkte der eingewechselte Valdemiro Quinjica auf spektakuläre Weise in die Maschen.

Nun kannten die Wangner nur noch eine Marschrichtung. Es war ein Spiel auf ein Tor. Die Besucher versuchten den knappen Vorsprung über die Zeit zu retten und verteidigten mit Mann und Maus. Es lief bereits die fünfte Nachspielminute, als dem diesmal mit Offensivaufgaben beauftragten Captain Blerim Bekteshi doch noch so etwas wie der Lucky Punch gelang. Aus einem Getümmel heraus erzielte er das kaum mehr für möglich gehaltene Ausgleichstor.