Fussball
Der FC Subingen fügt sich beinahe kampflos in die Niederlage

So werden es die Solothurner schwer haben im Kampf gegen den Abstieg aus der 2. Liga interregional. Beim 0:2 gegen den Tabellenführer schien es, als würden sie vor Ehrfurch erstarren.

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Impressionen vom Spiel Subingen - Dietikon
7 Bilder
Ein frustrierter Subinger Dominic Müller vor der Dietiker Jubeltraube
Subingens Torhüter Drazen Petrovic hat viel zu tun
Dietikons Mirsad Mijadinoski (in Rot, gegen Subingens Patrick Jakob) sieht eine Chance vertan
Dietikons Durim Ibrahimi (links) im Duell mit Dominic Müller
Dietikons Luca Dimita verpasst eine Tormöglichkeit
Dietikons Deni Krleski (rechts) spielt überragend

Impressionen vom Spiel Subingen - Dietikon

Raphael Biermayr

Irgendwann hatte Patrik Schüpbach genug gesehen. Der mitlebende Subingen-Trainer schrie über den Acker-ähnlichen Sportplatz Affolter: «Vier Mann stehen einfach vorn rum! Es ist noch nicht fertig!» Tatsächlich dauerte die Partie gegen Dietikon da noch über 20 Minuten. Schüpbachs Eindruck täuschte nicht: Seine Spieler hatten sich mit der Niederlage abgefunden. Das war angesichts der spielerischen und physischen Überlegenheit des Tabellenführers nicht abwegig. Dennoch: Emotionen und Leidenschaft kann man auch unter diesen Voraussetzungen auf den Platz bringen.

Auch Geschenke der Gäste nahmen die Solothurner nicht an: Pascal Winistörfer setzte einen Fehlpass des Torhüters an den Aussenpfosten (35.). Zu diesem Zeitpunkt lag Subingen bereits zurück: Der auffällige Krleski traf nach einem Fehler des FCS-Verteidigers Patrick Jakob. Beim 0:2 kurz nach der Pause traten schliesslich die Mängel in der Defensive krass zutage: Nach einem Eckball behinderten sich die beiden Zürcher Stürmer gegenseitig aus zentraler Position vor dem Tor – von Subingern fehlte jede Spur um sie herum. Dank Torhüter Drazen Petrovic fiel kein weiterer Treffer mehr.

Mit mutlosen Auftritten wie gestern dürften es die Subinger schwer haben, sich vor dem Abstieg zu retten. Trainer Schüpbach ist gefordert, sein während 90 Minuten loderndes Feuer auf die Mannschaft zu übertragen. Der Vertrag mit dem Subinger Erfolgstrainer der letzten Jahre wurde unlängst verlängert. Wie der Verein mitteilt, hält die Zusammenarbeit «unabhängig vom Erreichen des Ligaerhalts» an.

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