Fussball
Der FC Solothurn will jetzt auch den ersten Heimsieg

Nach dem Erfolg in Thun strebt der FC Solothurn am Samstag gegen die Basler Black Stars den Heimsieg an. Allen voran Ervin Gashi, der Doppeltorschütze im Berner Oberland.

Hans Peter Schläfli
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Treffsicher: Ervin Gashi hat beim FC Solothurn die Tormisere beendet.

Treffsicher: Ervin Gashi hat beim FC Solothurn die Tormisere beendet.

Hans Peter Schläfli

In der 3. Minute des dritten Meisterschaftsspiels war es endlich so weit: Solothurn schoss gegen Thun U21 das erste Tor. Der Schütze war ausgerechnet Ervin Gashi. «Die Freude war riesig, endlich war die Null weg. Für mich war es gegen meinen Ex-Verein besonders schön», blickt der neue FCS-Spielmacher zurück. «Ich kenne alle in der U21-Mannschaft von Thun, und mit Trainer Lustrinelli habe ich früher selber trainiert.»

Die hässliche Null ist weg

Es sollte noch besser für Gashi kommen. In der 50. Minute schoss er sein zweites Tor, Solothurn gewann 3:1, verbuchte die ersten Punkte aufs Konto, und auch diese hässliche Null war weg. Jetzt sei das Selbstvertrauen gewachsen, meint er. «Ich habe vor dem Match gegen die Black Stars ein sehr gutes Gefühl.»

Von Thun, wo er die Nachwuchsbewegung durchlaufen hat und es bis in das Kader der Super-League-Mannschaft geschafft hat, sollte Ervin Gashi 2011 an Kriens ausgeliehen werden. «Dort habe ich Jochen Dries kennen gelernt», erklärt der Bümplizer. «Bei Kriens hat das aber nicht geklappt und so spielte ich mit Köniz in der 1. Liga. Als Dries in Kriens entlassen wurde, ging er als Sportchef zu Naters, und er hat mich dann ins Wallis geholt.»

Trainer Grolimund schenkt ihm das Vertrauen

So richtig heimisch wurde der verheiratete Familienvater aber nicht, und so nahm er das Angebot aus Solothurn an. «Patrik Grolimund ist der richtige Trainer für mich, ich habe sein Vertrauen gespürt, und auch, dass er mich als Fussballer weiterbringen kann», erklärt Gashi seine Wahl. Denn der gross gewachsene, kräftige Mittelfeldspieler hat seinen Traum, in der Super League Profi zu werden, noch nicht aufgegeben. «Mein Wille ist riesig und ich bin bereit, alles zu geben. Deshalb bin ich überzeugt, dass ich es schaffen werde.»

Dass er nun viel Verantwortung übernehmen müsse, daran werde er sicher als Fussballer weiter wachsen. Denn als erst 23-Jähriger muss Gashi in der extrem jungen Solothurner Mannschaft die Rolle des Spielmachers übernehmen und die unerfahrenen Nachwuchsspieler auf dem Rasen dirigieren. «In der 1. Liga geht es anders zur Sache, da hast du keine Zeit, da knallt es sofort, wenn du ein wenig zögerst», beschreibt die Nummer 8 die Anforderungen der Nachwuchsspieler. «Sie brauchen etwas Zeit, aber sie sind sehr willig und akzeptieren die Anweisungen. So klappt es von Woche zu Woche immer besser.» Ervin Gashi strebt diese Saison einen Mittelfeldplatz an. Und die Abstiegsgefahr, von der viele reden? «Nein, da habe ich gar keine Angst.»