Im dritten Anlauf in Serie die Aufstiegsspiele zu erreichen und diesmal eine Stufe höher zu steigen, ist das Ziel der Ambassadoren. So konnten sie zum Abschluss ihrer zweiten Vorbereitungswoche Mass nehmen und erfahren, was für ein Wind in dieser Liga weht.

Ein idealer Sparringpartner

«Köniz war für uns ein idealer Sparringpartner», stellte Solothurns Trainer Dariusz Skrzypczak fest. Die Einheimischen, die zwanzig Spieler einsetzten und bei denen nur Raphael Koch und Shpetim Arifi beide Halbzeiten bestritten, begannen zielstrebig. Hannes Hunziker lancierte rechts Leo Schrittwieser, dessen Versuch zur zweiten Ecke abgewehrt wurde (11.).

Den Arifi-Corner brachten die Berner nicht weg, sodass Schrittwieser den Ball flach nach links zum 1:0 aus vollem Lauf verwerten konnte (12.). Nach und nach kamen die Oberklassigen aber zu mehr Spielanteilen. Die Truppe des aus Selzach stammenden Trainers Silvan Rudolf drängte die Platzherren immer mehr zurück. Koch konnte Hisham Emurli rechts nur regelwidrig stoppen (38.).

Den Elfmeter verwertete der auffälligste Könizer der ersten Halbzeit, Fabio Morelli, zum Ausgleich. In der 41. Minute schloss Amar Avdukic eine herrliche Kombination eiskalt zum 1:2-Pausenstand ab.

Nicht spritzig genug

Zu Beginn der zweiten Hälfte kam Solothurns Loic Chatton zu zwei Möglichkeiten: In der 52. Minute schoss er nach Zusammenspiel mit Steven Ukoh darüber, sein Direktschuss in der 57. Minute landete rechts neben dem Tor. Anschliessend liessen die Berner den FCS spüren, wie wenig Zeit und Raum für einen erfolgreichen Aufbau in ihrer Liga zugestanden wird.

Die Besucher nützten in der Schlussphase durch Adjei Luther-King (82.) und Dennis Wyder (86.) Unzulänglichkeiten zum 1:4-Endstand. «Die Mannschaft hat probiert, das Beste zu geben, wir waren aber je länger je weniger in der Lage, mehr zu geben», konstatierte Skrzypczak.

«Trotzdem ist es für das erste Testspiel in Ordnung, alle Spieler sollten ihre Chance erhalten und weil wir vor allem Ausdauer trainierten, waren wir nicht spritzig genug», schob der Pole nach.

Es wird weiter an der Form gefeilt 

Weiter geht es für den FC Solothurn auswärts gegen zwei weitere Teams aus der Promotion League: Münsingen (2. Februar) und Breitenrain (5. Februar). Im Trainingslager vom 9. bis 16. Februar auf Gran Canaria wird weiter an der Form gefeilt. Fehlen werden Altin Osmani (Beruf) und Leo Schrittwieser (Schule).

Vor dem Rückrundenstart am Fasnachtssonntag, 3. März, bei GC Zürich II in Niederhasli stehen letzte Tests zu Hause gegen Grenchen (19. Februar) und Zofingen (23. Februar) an.

Rückkehr von Steven Ukoh

Die Rückkehr von Steven Ukoh von La Chaux-de-Fonds ist mittlerweile definitiv. Für Massimo Veronica (Hüftprobleme) und Edonis Asani (Schambein) verliefen die Einsätze gegen Köniz erträglich. Getestet wird aktuell noch der 22-jährige Patrick Riesen, der auf diese Saison von Koppigen zu Subingen stiess. Dariusz Skrzypczak ist von einer optimalen Vorbereitung überzeugt: «Ziel und Traum ist es, aufzusteigen – und wir wollen Erster bleiben».