Die Pläne, die Startphase ohne Gegentor zu überstehen, mussten die Solothurner bereits nach 13 Minuten ad acta legen. Die Delsberger führten zu diesem Zweitpunkt dank zwei Blitzattaken über die linke Seite von Dyonis Stadelmann, die Berberat einmal mit einer Kopfverlängerung (6.) und dann allein stehend vor Jeffrey Grosjean (13.) vollendete, bereits mit zwei Toren. «Dies ist bitter für den jungen Disler, es waren zwei katastrophale Fehler», sagte sein Trainer Hans-Peter «Bidu» Zaugg. Der 18-jährige Aussenverteidiger zahlte bei diesen schnellen Vorstössen auf seiner rechten Seite teures Lehrgeld und wurde nach 19 Minuten ausgewechselt.

Bemühen genügt nicht

Den Westschweizern genügten zwanzig gute Minuten, diesen ungefährdeten Sieg einzufahren. Sie stellten im weiteren Spielverlauf auf die Spielkontrolle um und machten mit ihrer verstärkt defensiven Ausrichtung die offensiven Grenzen ihrer Gäste schonungslos deutlich. Die Solothurner konnten die ihnen zugestandenen Feldvorteile nicht nützen. Das Bemühen war da, genügte erneut nicht. Positiv ist, dass sie nicht einbrachen und resignierten. «Wir haben nicht schlecht gespielt bis 25 Meter vor das Gegentor, dann hat uns die Durchschlagskraft gefehlt und wir hatten vorne niemand, der Flanken abnehmen konnte», stellte Zaugg fest. Für den renommierten Trainerfuchs stellte sich somit die Frage: «Wer soll es machen?»

Auch Umstellungen und Einwechslungen brachten nichts. Im Abschluss blieben die Ambassadoren sehr harmlos. Obwohl sich Nastoski und Fleury in der Angriffsauslösung verbesserten, gelang kein entscheidender Durchbruch. Für Delémont war es nicht schwer, keine Lücken zuzulassen. Die Platzherren erkannten, dass ihr Kontrahent nicht in der Lage war, Gefahr auch über die Aussenbahnen aufzubauen. Die Jurassier vermieden jedes Risiko und handelten solide wie abgeklärt. «Wir waren zu wenig zwingend, wobei wir wissen, dass wir vorne etwas brauchen», spricht Zaugg bereits die nächste Saison an.

Zaugg mit Zuversicht

Auch wenn diese zweite 0:2-Niederlage in Folge schmerzt, gab sich Zaugg nicht unzufrieden. «Heute bin ich nicht so sehr genervt wie am letzten Samstag, es stimmt mich zuversichtlich, dass danach das Spiel ziemlich ausgeglichen war, uns zeigte, dass wir nicht weit weg von unserem Gegner waren und die Spieler nicht aufgaben», betonte er.

Interessant wäre es gewesen, wie die Einheimischen auf ein Anschlusstor reagiert hätten. Sie setzten nur noch auf Konter, die jedoch die Solothurner ebenso wenig gefährdeten. «Ohne die zwei frühen Tore war es ein typisches 0:0-Spiel», sah es Zaugg.

Delémont - Solothurn 2:0 (2:0)

La Blancherie. – 500 Zu­schauer. – SR: Bontempelli. – Tore: 6. Berberat 1:0, 13. Berberat 2:0.

Delémont: Pacati; Villemin, Rossé, Farine, Frund; Budimir, Iseni; Zola (81. Evan Stadelmann), Dyonis Stadelmann, Berberat (63. Ferreira), Germann (74. Jeker).

Solothurn: Jeffrey Grosjean; Disler (19. Tan), Hasanovic, Waylon Grosjean, Du Buisson; Nastoski; Kohler, Fleury, Selmanaj (63. Stauffer); Osaj (72. Csima), Veronica.

Bemerkungen: Delémont ohne Lovis, Joliat (beide verletzt), Merlet, Mast und Reber (alle 2. Mannschaft). So­lo­thurn ohne Büchli, Zayas, Hunziker (alle verletzt), Rihs (Militär) und Kopp (andere Mannschaft). – Ver­war­nun­gen: 42. Waylon Grosjean, 70. Tan und 82. Hasanovic (alle Foul). – Eckbälle: 2:5 (0:1).

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