Dass der 2:0-Auswärtscoup bei Luzern II keine Eintagsfliege war, bestätigte der FC Solothurn gegen Muri mit einem sicheren 4:0-Heimerfolg. “Wir wollten, dass Muri kein Selbstvertrauen holen konnte und zeigen, dass heute nichts zu holen ist“, beschrieb Hans-Peter „Bidu“ Zaugg seine Vorgabe. Auch wenn vorne die bekannten Schwächen nicht vollständig ausgemerzt werden konnten, war es ein dezidierter Beginn.

Das Pressing wurde durch eine gesunde Aggressivität unterstützt. Dadurch wurden die Aargauer in ihrem Aktionsradius entscheidend eingeschränkt. Auch im Zweikampfverhalten sicherten sich die Platzherren Vorteile. Darauf konnten sie aufbauen, bzw. an Luzern anknüpfen. Trotzdem brauchte es wieder viel, bis das erste Tor fiel. Obwohl Knezevic die Flanke Veronicas – Fleury lief in ein Muri-Zuspiel – ins eigene Tor ablenkte, war dieses 1:0 nicht zufällig.

Hinter dem Freiämter Abwehrchef stand Stauffer zum Eintopfen bereit. Nur vier Minuten später spielte Stauffer den ideal in den freien Raum startenden Zayas zentral steil an. Der Stürmer liess Gäste-Hüter Hofer mit viel Übersicht aussteigen – 2:0.

Zuschauer zufrieden gestellt

Dieses Hoch nützten die Ambassadoren weiter aus. Nachdem ein erster Angriff über mehrere Stationen noch nichts fruchtete, blieb das Nachsetzen in dieser 38. Minute erfolgreich. Hunziker und Veronica standen beim linken Pfosten und der Erstere konnte zum 3:0 vollenden.

„Wir zeigten eine ansprechende Leistung und unser Ziel, die Zuschauer zu Hause zufrieden zu stellen, konnten wir erfüllen“, freute sich Zaugg.

Der Penalty zum 4:0

Nach dem Seitenwechsel erwarteten die Einheimischen eine Reaktion der Gäste. Um auf diese gewappnet zu sein, hielten sich die Rotweissen etwas zurück. Damit war ihr Trainer nicht einverstanden: „Wir hatten nach der Pause eine schwächere Phase, in der wir zu wenig liefen und den Ball spielten“.

Nachdem ersichtlich wurde, dass die Murianer über kein Potential verfügten, um diese Niederlage noch abzuwenden, begannen die Zaugg-Boys wieder offensiver zu agieren. Entweder fehlte es an der Präzision oder Muri-Hüter Hofer wusste sich auszuzeichnen. Mit einer Finte in der 73. Minute im Gästestrafraum bereitete Zayas das vierte Tor vor.

Sein Gegenspieler Grütter konnte ihn nur regelwidrig stoppen und beim Elfmeter liess Fleury, der für den mit einer Leistenverletzung ausgeschiedenen Captain Du Buisson nun dessen Binde trug, mit seinem scharfen Strafstoss keine Zweifel aufkommen: 4:0. „Dass wir kein Gegentor erhielten, jedoch vier schossen ist sehr positiv und nun sieht es auch in der Tabelle wieder besser aus“, gab sich Zaugg zufrieden.